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Höhere Erwerbstätigkeit unter Müttern

Die Zahl der arbeitenden Frauen ist in den letzten 20 Jahren deutlich größer geworden. Dazu trägt bei, dass Mütter nach der Geburt ihrer Kinder früher zur Arbeit zurückkehren als noch vor wenigen Jahren. Zugleich ist auch der Anteil von Müttern, die in Teilzeit arbeiten, zurückgegangen.

Deutschland hat bei der Erwerbstätigkeit von Frauen deutlich aufgeholt. Im Jahr 2018 waren mehr als drei Viertel der Frauen zwischen 20 und 64 Jahren erwerbstätig. Das ist der dritthöchste Wert aller EU-Länder. 20 Jahre zuvor lag dieser Wert bei unter 60 Prozent. Besonders groß war der Anstieg in dieser Zeit bei den Frauen zwischen 45 und 54 Jahren.

Dies geht aus einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft hervor, die sich besonders mit der Situation von Müttern beschäftigt. Deren Erwerbstätigkeit ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Erwerbstätigenanteile bei den Müttern mit Kindern im Alter zwischen 10 und 14 Jahren sind zwischen 2008 und 2017 von 70,4 Prozent auf 78,3 Prozent und bei den Müttern mit Kindern im Alter zwischen 15 und 17 Jahren von 75,3 Prozent auf 82,8 Prozent gestiegen 

Weniger arbeiten in Teilzeit

Zugleich haben die Mütter auch den Umfang ihrer Arbeit ausgebaut. Der Anteil von Teilzeitbeschäftigten mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von unter 21 Stunden ist zwischen 2008 und 2017 bei Müttern mit Kindern im Alter zwischen 15 und 17 Jahren um sieben auf 22 Prozent gesunken. Bei Müttern mit Kindern zwischen 10 und 14 Jahren fiel er von 43 auf 30 Prozent. 

Als einen der Gründe für diesen Anstieg nennt die Studie den Ausbau Betreuung im Kita- und Grundschulbereich. Das Institut appelliert an die Politik, in diesem Bereich weiter aktiv zu sein und empfiehlt Qualifizierungsmaßnahmen, um Müttern die Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

SoVD für Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Für den SoVD ist gut bezahlte Arbeit, gerade für Frauen, wichtig. Denn nur diese bietet eine wirksame Absicherung gegen Armut im Alter. Der Verband setzt sich deshalb für eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie für alle Geschlechter ein.