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Frauen erhalten ein Viertel weniger Rente als Männer

Frauen stehen im Alter mit deutlich weniger Geld da als Männer. Ursachen sind der geringere Verdienst und vor allem die beruflichen Auszeiten nach der Familiengründung. Der SoVD hat die ungerechte Verteilung und ihre Folgen bei Veranstaltungen wie dem Equal Pay Day oder der Frauen-Alterssicherungskonferenz mehrfach thematisiert. 

Eine Frau, die mit 67 Jahren in Rente geht, erhält im Schnitt etwa 140 Euro weniger pro Monat als ein Mann. Das geht aus einer Studie der Universitäten Mannheim und Tilburg hervor, über die die Süddeutsche Zeitung berichtete. 

Über einen Zeitraum von 15 Jahren fehlten ihr dadurch im Ruhestand etwa 25.000 Euro, so die Studienautorin Alexandra Niessen-Ruenzi. Die Studie beruht auf Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und wurde von der Fondsgesellschaft Fidelity in Auftrag gegeben. Sie deckt den Zeitraum von 1993 bis 2014 ab. 

Lücke entsteht durch berufliche Auszeiten

Diese sogenannte Gender Pension Gap geht vor allem auf berufliche Auszeiten bei Frauen zurück. In der Altersgruppe der 26- bis 35-Jährigen existiert praktisch keine Lücke. Bei den 35- bis 45-Jährigen beträgt sie dann schon 15 Prozent und bei den 46- bis 55-Jährigen sogar 27 Prozent. 

Alexandra Niessen-Ruenzi führt das darauf zurück, dass „viele Paare in den Dreißigern eine Familie gründen“. Oft blieben dann die Frauen zu Hause oder würden nur mit reduzierter Stundenzahl arbeiten. Das habe „drastischen Folgen für die Finanzen von Frauen und ihre spätere Rente.“

SoVD spricht Thema an

Der SoVD hat kürzlich zusammen mit ver.di die Frauen-Alterssicherungskonferenz ausgerichtet. Zur Bekämpfung von Altersarmut bei Frauen verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei die Resolution „Gute Arbeit – gute Rente – gutes Leben“, in der die Forderung nach einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung gebündelt wurden. Denn von den Plänen für eine Grundrente würden vor allem Frauen profitieren.