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Das ändert sich zum 1. August

Ab August gelten einige neue Gesetze und Reformen, die für finanzielle Entlastung sorgen. Davon profitieren unter anderem Familien mit geringem Einkommen, Studierende und Auszubildende. 

Im August tritt das sogenannte „Starke-Familien-Gesetz“ in Kraft. Dieses soll Familien mit geringem Einkommen unterstützen. Familien, die Grundsicherung, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen beziehen, erhalten dann 150 statt bisher 100 Euro pro Jahr und Kind für Schulmaterial wie Hefte, Stifte oder Schulranzen.

Neu ist zudem, dass jetzt auch Bezieher des Kinderzuschlags einen Anspruch darauf haben

Adolf Bauer: Bundesregierung muss nachlegen

Zudem wird für sie das Mittagsessen in der Schule und Kita kostenfrei. Außerdem wird es leichter, Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler zu beantragen. Bisher wurden die Kosten dafür nur bei einer gefährdeten Versetzung übernommen. Das neue Gesetz weicht diese Vorgabe auf. Schülerinnen und Schüler, die zwar nicht versetzungsgefährdet sind, aber schwächere Leistungen erbringen, können dann kostenfrei zur Nachhilfe gehen. 

Beim Bekanntwerden der Plänen sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Die Bundesregierung muss noch deutlich nachlegen, um Familien und Kinder besser zu fördern“. Über den genauen Inhalt des Gesetzes informierte die SoVD-Zeitung in ihrer Februar-Ausgabe

Bafög und Berufsausbildungsbeihilfe steigen

Neben Familien bekommen auch Studierende und Auszubildende zukünftig mehr Geld. Durch Veränderungen beim Bafög werden die Freibeträge der Eltern um 16 Prozent angehoben. Dadurch sind mehr Studierende berechtig, die Unterstützung zu beantragen. Der Höchstsatz steigt unterdessen von 735 auf 861 Euro. 

Außerdem erhalten auch Auszubildende eine größere staatliche Unterstützung, wenn sie Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben. Dies betrifft unter anderem Azubis, die in einer eigenen Wohnung leben oder ein Kind haben. Der Freibetrag bei der Einkommensanrechnung und der Bedarfssatz für den Lebensunterhalt werden erhöht. Zusätzlich wird ein Pauschbetrag für Unterkunftskosten in Höhe von 325 Euro eingeführt. Bisher lag der maximal Zuschuss bei 250 Euro.