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Pflegekräfte sehen Vollzeitjob als zu anstrengend

Nur wenige Pflegekräfte, die in Teilzeit arbeiten, können sich vorstellen, ihre Arbeitszeit aufzustocken. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) hervor. Der häufigste Grund ist dabei die hohe Belastung im Job. 

Das Land steuert auf einen Pflegenotstand zu. Bei der im Sommer vorgestellten „Konzertierten Aktion Pflege“, wurden Maßnahmen und Rezepte entwickelt, um dagegenzuwirken. Dazu gehört auch, teilzeitbeschäftigten Pflegekräften eine Aufstockung zur Vollzeittätigkeit anzubieten. So sollen mehr Kapazitäten geschaffen werden.

Wie die Ergebnisse aus einer Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) zeigen, können sich derzeit jedoch nur wenige Teilzeitbeschäftigte diesen Weg vorstellen. Gerade einmal 12,5 Prozent gaben an, bereit zu sein, ihre wöchentliche Arbeitszeit zu erhöhen. Vor drei Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele. 

Von den etwa 2000 Teilnehmenden an der Umfrage arbeiten knapp zwei Drittel im Krankenhaus, die anderen in der ambulanten und stationären Pflege. 

Angst um die Freizeit

Deutlich spricht aus den Antworten, wie anstrengend die Arbeit für die Pflegekräfte ist. Sie fürchten häufig, dass ihnen die Belastung bei Vollzeit zu hoch ist oder sie keine Zeit für Freizeitaktivitäten oder die Kinderbetreuung hätten. 

Außerdem beklagen sie den großen Stress die Arbeitsverdichtung, das Fehlen verlässlicher Dienstpläne. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auch gefragt, was sich ändern müsste, damit sie ihre Arbeitszeit aufstocken. Die meistgenannte Antwort war die Forderung nach einer besseren Personalausstattung, gefolgt von dem Wunsch nach einer besseren Bezahlung. 

SoVD für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege

Auch für den SoVD ist klar: Die großen Herausforderungen in der Pflege können nur mit motivierten Beschäftigten gemeistert werden. Der Verband setzt sich deshalb für bessere Arbeitsbedingungen in der Branche ein. Außerdem beschäftigt sich der Verband mit der Situation pflegender Angehöriger und wird Ende des Monats ein Gutachten zu ihrer Lage veröffentlichen.