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Frauen im SoVD und ver.di fordern: "Gleiche Mütterrente für alle!"

Die Frauen im SoVD und die Gewerkschaft ver.di setzen sich für eine gerechte Mütterrente ein. Auf der 14. Frauen-Alterssicherungskonferenz, die sich mit den geplanten frauenpolitischen Maßnahmen der Großen Koalition beschäftigte, entstand ein symbolträchtiges Foto. 

Die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 14. Frauen-Alterssicherungskonferenz von ver.di und SoVD, darunter Bundesvorstandsmitglieder von ver.di und SoVD und externe Partner, fordern die Bundesregierung auf, sich für eine gleiche Mütterrente für alle einzusetzen. „Wir fordern seit Jahren Beseitigung der Ungleichheiten“, sagte Edda Schliepack, Bundesfrauensprecherin und SoVD-Präsidiumsmitglied. 

Diskriminierung von Erziehenden

Die im Koalitionsvertrag vorgesehene „Mütterrente II“ berücksichtigt nur Mehrkindfamilien mit vor 1992 geborenen Kindern. „Soziale Gerechtigkeit war der Slogan des Bundeswahlkampfes“, erinnerte Schliepack und fragte: „Was ist denn hier gerecht?“ Die Differenzierung sei nicht zu rechtfertigen und diskriminiere die Mehrheit der Erziehenden in Deutschland. 

Hintergrund: Ab 2019 werden für die Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder drei Rentenpunkte angerechnet. Diese Regel gilt jedoch nur für Mütter mit mindestens drei Kindern und schließt so sieben Millionen Mütter von der Verbesserung ihrer Rentenansprüche aus. 

Angleich von Erziehungszeiten in Ost und West gefordert

Zudem wollen die SoVD-Frauen, dass die Kindererziehungszeiten Ost an das Westniveau angeglichen werden. „Solche unterschiedliche Honorierung ist 29 Jahre nach der Vereinigung nicht mehr gerechtfertigt“, so Schliepack. Die Verbesserungen dürften nicht aus Beitragsmitteln gezahlt werden. Als gesamtgesellschaftliche Aufgabe müssten diese aus Steuermitteln finanziert sein.