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Brücken bauen zwischen den Generationen beim Seniorentag

Ende Mai fand der 12. Deutsche Seniorentag statt. Rund 15 000 Menschen besuchten die Messe in den Dortmunder Westfallenhallen und informierten  sich zu den Themen Pflege, Engagement und selbstbestimmtes Älterwerden. Eine vom SoVD angebotene Podiumsdiskussion setzte sich mit Fragen der Prävention und dem Thema „Recht auf medizinische Rehabilitation vor und bei Pflege“ auseinander.

Der Deutsche Seniorentag findet alle drei Jahre statt und bringt zentrale Akteure aus Politik, Verbänden und Gesellschaft zusammen. Zur Zielgruppe gehören all jene Menschen, die bewusst und aktiv ihr Älterwerden gestalten wollen. Sie können sich über Produkte und Dienstleistungen informieren sowie das umfangreiche Veranstaltungsprogramm nutzen.

Ausgerichtet wird der Seniorentag von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), einem Zusammenschluss von Verbänden, dem auch der SoVD angehört.

„Dem Alter eine besondere Würde geben“

Eröffnet hat den 12. Deutschen Seniorentag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der auch die Schirmherrschaft übernommen hatte. Mit Blick auf das Motto „Brücken bauen“ beklagte Steinmeier, dass zwischen vielen Lebenswelten in unserer Gesellschaft weiterhin Mauern bestünden.

Der Bundespräsident rief dazu auf, diese Mauern zu überwinden: „Wir müssen uns gemeinsam den Herausforderungen stellen und für ein Deutschland eintreten, das den demografischen Wandel solidarisch und generationenübergreifend gestaltet. Das bedeutet auch, die Würde jedes Menschen zu achten und dem Alter eine besondere Würde zu geben.“

Brücken bauen zwischen Neuem und Altem

Ähnlich äußerte sich der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering. Er sagte, Brücken seien deshalb wichtig, weil sie über Unterschiede hinweg zueinander führten: „Zwischen Generationen. Zwischen Dörfern und Städten. Neuem und Altem. Einheimischen und Zuwanderern. Mutigen und Furchtsamen. Hilfebedürftigen und Hilfsbereiten.“

Wie sich derartige Verbindungen und Übergänge bewerkstelligen lassen, zeigte der Seniorentag anhand von über 200 Veranstaltungen und Mitmachangeboten. Hierbei boten die Themenfelder Engagement, individuelle Lebensplanung sowie Gesundheit und Pflege ein breites Forum für Austausch und Begegnung.

Ausbau der Angebote bei ambulanter Rehabilitation

Viel Beachtung fand die vom SoVD ausgerichtete Veranstaltung „Prävention und Rehabilitation vor und bei Pflege – So kommen Sie zu Ihrem Recht“. Die Diskussion drehte sich schwerpunktmäßig um die medizinische Rehabilitation und vermittelte wertvolle Ratschläge und Hilfestellungen.

Einigkeit herrschte unter den Anwesenden dahin gehend, dass der gesetzliche Anspruch auf Rehabilitation im Zusammenhang mit Pflege endlich verwirklicht werden müsse. Dies bedeute auch einen dringenden Ausbau der Angebote, insbesondere im Bereich der ambulanten Rehabilitation.

Messestand des SoVD stieß auf großes Interesse

Präsenz zeigte der SoVD darüber hinaus auch im Messe- und Ausstellungsbereich des Seniorentages: Ein vom Bundesverband und dem Landesverband Nordrhein-Westfalen gemeinsam betreuter Informationsstand lenkte unmittelbar am Haupteingang der Halle die Blicke auf sich. In zahlreichen Gesprächen beantwortete man hier Fragen, erörterte Positionen des Verbandes und stellte die Vorteile einer Mitgliedschaft im SoVD heraus.