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Frauenquote ist ein Meilenstein

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Mit der Frauenquote werden sich nach Auffassung des SoVD mehr Frauen auf Führungspositionen bewerben. Foto: Rido/fotolia

Leitlinien für das Gesetzgebungsverfahren zu einem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst" haben Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Heiko Maas, Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz (beide SPD) in Berlin vorgestellt. Zu den Leitlinien hat der SoVD jetzt Stellung bezogen. 

Aufsichtsräte von voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen, die ab 2016 neu besetzt werden, sollen künftig einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent aufweisen. Betroffen davon sind derzeit 108 Spitzenunternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten.

Verbindliche Zielgrößen

Weitere rund 3500 entweder börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen (mit 500 bis 2000 Beschäftigten) müssen schon ab 2015 sich selbst verbindliche Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und in den oberen Management-Ebenen geben. Damit wird die sogenannte Flexiquote eingeführt.

Die Deutsche Bahn AG und andere größere Bundesunternehmen sollen mit gutem Beispiel vorangehen, ebenso auch Bundesministerien und andere Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. Dazu soll das Bundesgleichstellungsgesetz, das Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes, aus dem Jahr 2001 modernisiert und differenziert werden. Das Gesetzgebungsvorhaben soll noch in diesem Jahr auf den parlamentarischen Weg gebracht werden. Ziel ist ein Inkrafttreten 2015. Nachdem das Gesetz drei Jahre in Kraft war, soll geprüft werden, ob sich das gesamte Gesetzesvorhaben bewährt hat und ob eine Nachjustierung notwendig wird. Eine verbindliche Frauenquote in Führungspositionen steht seit Jahren zur Diskussion. Der Frauenanteil in den Vorständen der DAX-30-Unternehmen ist 2013 sogar von 7,8 auf 6,3 Prozent zurückgegangen. Daher bezeichnet der SoVD die gesetzliche Frauenquote als Meilenstein in der Gleichstellungspolitik.

SoVD begrüßt Durchbruch

Der SoVD begrüßt den Durchbruch für eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen. Durch die Frauenquote werden sich nach Auffassung des Verbandes mehr Frauen für Führungspositionen bewerben. Skeptisch sieht der SoVD jedoch die vorgesehene Flexiquote, da eine angemessene Beteiligung durch Selbstverpflichtung Jahrzehnte dauern kann. Aus SoVD-Sicht muss es ferner auch darum gehen, gleiche Aufstiegschancen für Frauen und Männer auf allen Ebenen durchzusetzen.Bei Einzelfragen wenden Sie sich bitte an Ihre SoVD-Beratungsstelle.

Die Anschriften der SoVD-Landes- und Kreisverbände erfahren Sie auch auf unserer Internetseite unter www.sovd.de.


Zur Ausgabe 2014 der SoVD-Zeitung




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