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Erhalten Sie ausreichend Heilmittel?

Hier die Beschreibung des Bildes

Auch für ältere Menschen sind regelmäßige ergotherapeutische Behandlungen oft von großer Wichtigkeit. Foto: mm23/fotolia

Bekommen Menschen, die dauerhaft Heilmittel brauchen, regelmäßig Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie? Mit einer großen Patientenbefragung will die Patientenvertretung im gemeinsamen Bundesausschuss, dem auch der SoVD angehört, sich ein klares Bild verschaffen. Helfen auch Sie als SoVD-Mitglied mit, Aufschluss über die Versorgung behinderter und chronisch kranker Menschen mit Heilmitteln zu erhalten. Nur auf der Grundlage Ihrer Hinweise lassen sich Weiterentwicklungen in Angriff nehmen, die für Patientinnen und Patienten hilfreich sind. 

Der Hintergrund der Befragung: In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Menschen mit schweren dauerhaften Schädigungen keine ausreichende Behandlung mit Heilmitteln, also mit Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie erhielten oder mühsam darum kämpfen mussten, obwohl die medizinische Notwendigkeit unbestritten war.

Der Grund war oft genug die Befürchtung der verordnenden Ärztinnen und Ärzte, ihr Heilmittelbudget zu überziehen und damit einen wirtschaftlichen Schaden zu erleiden.

Die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss, zu der auch der SoVD gehört, hat an der Änderung der Heilmittel-Richtlinie mitgearbeitet, damit die Gesetzlichen Krankenkassen bei Menschen mit schweren Behinderungen eine langfristige Heilmittelbehandlung genehmigen können.

Heilmittel, die bei einer genehmigten langfristigen Heilmittelbehandlung ärztlich verordnet werden, werden bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen von Arztpraxen nicht mehr negativ berücksichtigt. Die verordnenden Ärztinnen und Ärzte müssen dann nicht mehr eine Überschreitung ihres Budgets fürchten.

Eine ähnliche Wirkung entfalten die seit 2013 zwischen den Krankenkassen und den Ärzten bundesweit vereinbarten Praxisbesonderheiten. Verordnungen werden als Praxisbesonderheiten bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen anerkannt, wenn sie aufgrund einer der vereinbarten Diagnosen ausgestellt wurden.

Hat das veränderte Verfahren sich bewährt?

Beide Regelungen sollten die Versorgung von Menschen mit schweren dauerhaften Schädigungen und einem langfristigen Heilmittelbedarf verbessern und die Hürden zur Verordnung von Heilmitteln für diesen Personenkreis senken. Mit einer großen Patientenbefragung will die Patientenvertretung deshalb überprüfen, ob die erwartete Wirkung eingetreten ist und ob sich das Verfahren bewährt hat.

Info

Bitte kontaktieren Sie den SoVD-Bundesverband, Abteilung Sozialpolitik, per Mail, wenn Sie an der Befragung teilnehmen möchten. Richten Sie Ihre Anfrage an folgende Adresse: fabian.szekely@sovd.de. Nach Erhalt Ihrer Mail senden wir Ihnen den Fragebogen in einem barrierefreien pdf-Format an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse zu. Der ausgefüllte Fragebogen wird durch ein Klicken auf das Feld "Formular senden" automatisch an die Stabsstelle Patientenbeteiligung weitergeleitet.Einsendeschluss ist der 15. Juli 2014.

Zur Ausgabe 2014 der SoVD-Zeitung




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