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Print und digital sinnvoll verbinden

Leser*innenbefragung zeigt hohen Bindungsgrad zur SoVD-Zeitung

Um Aussagen zur Leserinnen- und Leserzufriedenheit von SoVD-Mitgliedern zu gewinnen wie auch Informationen über eine veränderte Mitgliederstruktur und -erwartung, wurde im Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Mai 2019 eine Leser*innenbefragung durchgeführt. Unter dem Motto „Ihre Meinung zählt“ wurde in zwei Ausgaben der SoVD-Zeitung über ein Dutzend Fragen abgedruckt. Im Auftrag des Präsidiums, des Bundesvorstandes und des Finanzausschusses zielte ein Teil der Befragung auf die Bedürfnisse hinsichtlich der Bezugsvorlieben für die SoVD-Zeitung ab. Über 820 Rückantworten gingen ein. Nachfolgend veröffentlichen wir die Ergebnisse.

Die sinnvolle Vernetzung digitaler und herkömmlicher Kommunikationskanäle ist entscheidend, um einerseits dem Anspruch zeitgemäßer Kommunikation und andererseits den sehr breit gestreuten Bedürfnissen unserer Mitglieder gerecht zu werden.

So viele Informationen wie möglich sollten deshalb über die Befragung erzielt werden. Die Fragestellungen erfolgten über das Multiple-Choice-Prinzip, Mehrfachnennungen waren oftmals möglich; es gab ausreichend Platz für individuelle Kritik, Wünsche und Anregungen. Ein Teil der Fragen bezog sich auf das Alter und Geschlecht, die Dauer der Mitgliedschaft, den Eintrittsgrund, die Zugehörigkeit zum Landes-, Kreis- oder Ortsverband sowie ein etwaiges ehrenamtliches Engagement.

Fast 1000 Antworten der Mitglieder

Der Fragebogen konnte auf dem Papierformular im Zeitungsseitenformat sowie auch online ausgefüllt werden. In der Frist von zwei Monaten kamen in der Abteilung Redaktion & digitale Medien insgesamt 820 ausgefüllte Fragebögen an; 169 davon per E-Mail.

Zu Beginn der systematischen Auswertung wurden die Fragebögen kodiert, um alle Antwortvarianten vollständig zu erfassen. Da nicht jedes Mitglied auf jede Frage antwortete und es zudem jeweils mehrere Antwortmöglichkeiten gab, die sich bei manchen Fragen gegenseitig ausschlossen und bei anderen wiederum ergänzten, wurde für jede Frage eine eigene Pivot-Tabelle in Excel erstellt. Von Frage zu Frage wurde jeweils die Gesamtzahl der gegebenen Antworten erfasst, um die Antworten prozentual umrechnen zu können. Auf diese Weise war es möglich, Querverbindungen und Rückschlüsse zwischen den Aussagen herzustellen.

Die Fragen mit bis zu sechs Antwortoptionen lauteten:

  • 1. Wie regelmäßig lesen Sie die SoVD-Zeitung?
  • 2. Wie intensiv lesen Sie die einzelnen Ausgaben?
  • 3. Welche Inhalte interessieren Sie besonders?
  • 4. Von welchen Themen möchten Sie mehr Beiträge?
  • 5. Wer in Ihrem Umfeld liest sonst noch die Zeitung?
  • 6. Wie wichtig ist Ihnen die gedruckte Zeitung?
  • 7. Würden Sie die Zeitung auch online lesen?
  • 8. In welcher Form?
  • 9. Lesen Sie auch das SoVD-Magazin (App)?
  • 10. Auf welchem Endgerät?
  • 11. Wie gefällt Ihnen die App?
  • 12. Was gefällt Ihnen daran?
  • 13. Welche weiteren Inhalte wünschen Sie sich?
  • 14. Wie oft besuchen Sie die Internetseite des SoVD

Hohe Nachfrage nach gedruckter Zeitung 

Nach der Auswertung aller Ergebnisse ergaben sich folgende Kernaussagen: Über 87 Prozent der Antwortenden lesen die SoVD-Zeitung „immer“, 10,5 Prozent „die  meisten Ausgaben“; nur 2,3 Prozent lesen sie „ab und zu“ (819 Antworten/Frage 1).

Drei Viertel der Befragten lesen mehr als die Hälfte der Zeitung, 41 Prozent lesen sie komplett (817 Antworten/ Frage 2).

In allen 820 Zuschriften wurde auf Frage 3 geantwortet. 87,6 Prozent gaben „Beratungsthemen Pflege etc.“ an, dicht gefolgt von „Sozialrecht/Urteile“ (87,3 Prozent) und „Sozialpolitik“ (81,3 Prozent). Enorm ist das Interesse an der Berichterstattung über Kampagnen und Aktionen des SoVD (73,78) – aber auch an „Lokales/Regionales“ (64,02 Prozent) und an der „Lobbyarbeit des SoVD“ (57,32 Prozent).

19 Prozent wünschten sich mehr Beiträge zur „Rente“ und 10,6 Prozent mehr „aktuelle Urteile“ (291/Frage 4). Über 61 Prozent haben Mitlesende in der Familie oder im Freundeskreis.

Über 92 Prozent ist die gedruckte Zeitung „wichtig“ (32,05 Prozent) bis „sehr wichtig“ (60 Prozent). Nur 6,3 Prozent antworteten mit „weniger wichtig“ und 1,6 Prozent mit „unwichtig“ (808 Antworten auf Frage 6).

SoVD-Magazin-App kommt bei Usern gut an

Auf Frage 7 (Print/Online) antworteten 795 der 820 Umfrage-Teilnehmer*innen. 74,8 Prozent (595) gaben an, die SoVD-Zeitung „nicht online“ lesen zu wollen. Immerhin 10,4 Prozent (117) würden eine Onlineversion ergänzend zur Printausgabe nutzen wollen. 14,72 Prozent möchten die Zeitung ausschließlich online beziehen. Insgesamt 25 Prozent sind demnach aufgeschlossen für den Onlinebezug.

Die Präferenz liegt zu 64,9 Prozent bei der Zusendung eines entsprechenden Links (als E-Mail); 30 Prozent möchten einen Log-in-Bereich auf der Homepage.

Immerhin zehn Prozent der Antwortenden nutzen bereits die SoVD-App. Bei 69,33 Prozent der Nutzer*innen kommt die App „gut“ an, bei weiteren 17 Prozent sogar „super“. Zum Vergleich: Die aktuelle Statistik der SoVD-Magazin-App (August Juli 2019) zeigt 12.500 User*innen sowie knapp 308.000 Seitenaufrufe. Besonders gefallen  hierbei die Gestaltung, das Format und die Möglichkeit des interaktiven Lesens. Ein Drittel wünscht sich mehr regionale Inhalte.

Allgemeine Ergebnisse waren: An der Umfrage beteiligten sich etwas mehr Frauen (56 Prozent) als Männer. 60 Prozent der Antwortenden waren zwischen 60 und 79 Jahre alt (weniger als zwei Prozent unter 40 Jahren).

Als Beitrittsgründe zum SoVD wurden u. a. „Rente“, „Behinderung“, „Hilfe“, „geworben“, „Beratung“, „Solidarität“ und „Interesse“ genannt.

Auch Neumitglieder votieren für Print-Zeitung

Auch die Auswertung der Angaben von Neumitgliedern im Zeitraum von April 2018 bis April 2019 belegt, dass die Mehrheit die SoVD-Zeitung in der Printform beziehen möchte. Auf die Frage „Interesse an Online-Zustellung“ antworteten 1.819 Neumitglieder mit „nein“ und 1.026 Neumitglieder mit „ja“.

Der kontinuierliche Anstieg der Zahl der App-Nutzer*innen, der Follower*innen der SoVD-Accounts von Twitter und Facebook sowie der Seitenaufrufe der Website zeigt gleichzeitig, dass die Digitalisierung von Verbandsmedien sich längst im SoVD etabliert hat. So gilt es, auch weiterhin einen individuellen Weg für die sinnvolle Vernetzung von Print- und Onlinemedien zu gehen. Neue Projekte sind bereits in Arbeit.