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Neuer Teilnehmerrekord beim SoVD-Inklusionslauf

Zum sechsten Mal fand am Wochenende in Berlin der Inklusionslauf statt. Dabei trafen sich so viele Sportlerinnen und Sportler wie nie zuvor. Sie waren gemeinsam aktiv und setzten ein deutliches Zeichen für Inklusion. Das bunte Programm sorgte auch abseits der Strecke für Unterhaltung und gute Laune.

Bei idealem Laufwetter – angenehme Temperaturen, bedeckter Himmel, aber kein Regen – eröffnete SoVD-Vizepräsident Wolfgang Schneider den sechsten SoVD-Inklusionslauf. In seiner Rede begrüßte er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und stellte den besonderen Charakter des Laufes heraus. Da es auch im Sportbereich noch viele Einschränkungen für Menschen mit Behinderungen gibt, forderte er mehr barrierefreie Sportstätten und inklusive Angebote. 

Nach einem Grußwort des Schirmherrn Gerhard Janetzky und dem Aufwärmprogramm fiel der erste Startschuss des Tages beim Bambinilauf. Hier gingen die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start und jeder kam auf seine Weise – auch mal mit Unterstützung der Eltern – ins Ziel. 

Inklusion bei Laufveranstaltungen noch nicht selbstverständlich

Als nächstes stand der Staffellauf auf dem Programm. Wegen der vielen Anmeldungen gab es diesmal drei Läufe. Die Staffelläufe verdeutlichen den Charakter des Inklusionslaufes in jedem Jahr am deutlichsten. Durch den Zusammenhalt und die Teamarbeit in den Vierermannschaften, und mit der begeisternden Unterstützung vom Streckenrand, wurden die Läufe zu Höhepunkten des Tages und sorgten für große Freude bei allen Beteiligten. 

Vor dem Start über die langen Strecken heizte die Gruppe „Entourage“ mit einem artistischen Programm ein, und Yasemin Beyaz, die mit ihrem Sohn, der im Rollstuhl sitzt, am Inklusionslauf teilnahm, berichtete über ihre Erfahrungen, die sie bei anderen Sportveranstaltungen gesammelt hat. Dabei wurde deutlich, dass Inklusion und Barrierefreiheit dort leider noch keine Selbstverständlichkeiten sind. Auf der Bühne führte der Moderator Rafael Treite gewohnt souverän und locker durch das Programm. 

Im Ziel gibt es die Medaille

Dann war es soweit und das große Teilnehmerfeld setzt sich in Bewegung. Über 2,5, 5 oder ging es 10 Kilometer über das Tempelhofer Feld. Die Fortbewegungsarten waren dabei sehr verschieden. Ob zu Fuß, im Rollstuhl, mit dem Handbike oder als Team aus blind und sehend: Der Beifall und die Anfeuerung der Zuschauer und Zuschauerinnen trug sie alle durch die letzte Kurve ins Ziel, wo es die wohlverdiente Finisher-Medaille gab. Zur Stärkung standen Getränke und Äpfel bereit. 

Auch neben der Strecke gab es ein abwechslungsreiches Programm: An zahlreichen Ständen informierten Vereine, Verbände und Firmen über Neuerungen und Projekte aus dem Bereich Inklusion. Mit dabei waren unter anderem die Special Olympics, die Lebenshilfe Berlin oder auch das Berufsbildungswerk Bremen. Natürlich stellte sich auch der SoVD vor – der Bundesverband, der Landesverband Berlin-Brandenburg und die SoVD-Jugend präsentierten sich vor Ort.

Auch neben der Strecke aktiv

Angebote für körperliche Aktivitäten abseits der Laufbahn waren ebenfalls vorhanden: Besucherinnen und Besucher konnten einen Rollstuhlparcours absolvieren oder sich am Torwandschießen und Reifentreiben ausprobieren.

Zum Abschluss hatten die Starterinnen und Starter bei der Tombola die Chance auf attraktive Preise. Wer gezogen wurde, konnte sich unter anderem über Eintrittskarten, Rundflüge oder Sachpreise freuen. 

Nach diesem Tag dürfte bei vielen schon die Vorfreude auf die nächste Ausgabe steigen. Während der Veranstaltung sind viele tolle Fotos entstanden. Eine große Auswahl davon zeigen wir in der nächsten Ausgabe des SoVD-Magazins.