Sozialverband Deutschland e.V. > Publikationen > Nachrichtenarchiv > Weniger Kosten für die Krankenversicherung


Weniger Kosten für die Krankenversicherung

Ab 2019 zahlen Arbeitgeber die Hälfte des Zusatzbeitrages, der zudem leicht sinkt. Für die Angestellten bedeutet das eine Entlastung. Denn bisher haben sie diesen alleine finanziert. 18 Krankenkassen haben außerdem angekündigt, im nächsten Jahr die Beiträge zu senken. 

Wie der SoVD bereits berichtete, sinkt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2019 von 1,0 auf 0,9 Prozent. Um wie viel er konkret sinkt, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. 18 Krankenkassen haben bereits angekündigt, ihre Beiträge im nächsten Jahr zu reduzieren. Dazu gehören unter anderem die AOK Bremen und Hessen sowie verschiedene Betriebskrankenkassen. Eine komplette Liste hat Spiegel online veröffentlicht

Mitte Dezember legen die Verwaltungsräte der meisten gesetzlichen Krankenkassen die konkrete Höhe des Zusatzbeitrages fest. Es ist durchaus möglich, dass dann noch weitere Kassen dazu kommen. 

Zusatzbeitrag sinkt für Versicherte

Doch unabhängig von der Krankenkasse gibt es Entlastungen für die Versicherten. Der Zusatzbeitrag wird ab dem nächsten Jahr, genauso wie der reguläre Beitrag, paritätisch bezahlt. Das heißt, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, beziehungsweise Rentner und die Rentenversicherung, kommen zu gleichen Teilen dafür auf. 

Für einen Arbeitnehmer mit 3000 Euro Monatseinkommen brutto macht das bei einem Zusatzbeitrag von einem Prozent eine jährliche Ersparnis von immerhin 180 Euro. 

SoVD setzte sich für Parität ein

Bisher hatten die Versicherten den Zusatzbeitrag alleine finanziert. Der SoVD hatte sich dafür eingesetzt, diese ungleichmäßige Belastung zu beenden. 

Eine weitere Entlastung betrifft Selbstständige mit geringem Einkommen: Der Mindestbeitrag sinkt ab Januar von 365 Euro auf 160 Euro pro Monat.