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Hände waschen, Lüften, Abstand halten – Sicher durch die Grippesaison

Derzeit steigt die Zahl der Infektionen mit Grippe in Deutschland. Um auch ohne Impfung geschützt zu sein, helfen einige Tipps für den Alltag. 

Es ist ein Muster, das sich durch die vergangenen Jahre zieht: Im späten Winter, etwa ab der 4. Kalenderwoche des Jahres steigt die Anzahl der Praxisbesuche wegen Erkrankungen der Atemwege. Auch in diesem Jahr verzeichnet der sogenannte Praxisindex des Robert-Koch-Instituts (RKI) einen starken Anstieg seit Anfang Februar. Silke Buda, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Influenza am RKI, verortet in der Süddeutschen Zeitung den startet der Influenza-Saison in der zweiten Kalenderwoche des Jahres. 

Den besten Schutz gegen eine Grippeerkrankung bietet eine Impfung. Diese empfiehlt das RKI vor allem Risikogruppen wie Schwangeren, älteren Menschen und chronisch Erkrankten. Da es nach einer Impfung jedoch etwa zwei Wochen dauert, bis sie Schutz gewährleistet, kann es jetzt bereits zu spät sein, sich impfen zu lassen. 

Gründlich Hände waschen

Doch es gibt einige Wege, sich im Alltag vor direkter und indirekter Übertragung zu schützen. 

Zur indirekten Übertragung kann es kommen, wenn ein Erkrankter niest oder sich in die Hände hustet und einen Gegenstand anfasst. Auch die Begrüßung per Handschlag ist ein Ansteckungsrisiko. Berührt man sich anschließend im Gesicht oder an den Augen, kann es zu einer Verbreitung der Viren kommen. Um dies zu vermeiden, sollte man sich möglichst wenig ins Gesicht fassen und sich häufig mindestens 20 bis 30 Sekunden lang mit Seife die Hände waschen.

Wenn beim Sprechen, Husten oder Niesen Speicheltröpfchen in die Luft abgegeben werden, kann dies zur Tröpfcheninfektion führen. Dagegen hilft regelmäßiges Lüften, besonders in Büroräumen. Denn das Lüften reduziert die Keimzahl. 

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Ein weiterer Tipp ist, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Die Viren fühlen sich in trockener Umgebung wohl, im Winter kommt ihnen die trockene Heizungsluft deshalb sehr entgegen. Eine Schüssel Wasser auf dem Heizkörper lässt sorgt für höhere Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Viel trinken hilft, die Feuchtigkeit im eigenen Körper hoch zu halten und trockene Atemwege zu vermeiden.

Um sich vor einer direkten Übertragung zu schützen, hilft vor allem: Abstand halten. Laut Silke Buda bietet eine Entfernung von 1,5 bis 2 Metern einen gewissen Schutz vor einer Ansteckung. 

Ein weiterer Tipp, der aber nur bedingt praxistauglich ist, lautet große Menschenansammlungen zu vermeiden. Dazu zählen unter anderem Kaufhäuser und öffentliche Verkehrsmittel.