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Deutliche Rentenerhöhung im Juli

Ab dem 1. Juli bekommen Rentnerinnen und Rentner im Westen 3,18 Prozent mehr Geld, im Osten beträgt die Erhöhung 3,91 Prozent. Der SoVD begrüßt die Steigerung, fordert aber eine Mindestrente von 53 Prozent des Durchschnittseinkommens. 

Durch Lohnsteigerungen und die zuletzt gute wirtschaftliche Entwicklung fällt die Rentenerhöhung in diesem Jahr recht hoch aus. Der Rentenwert steigt 2019 von 32,03 Euro auf 33,05 Euro im Westen und von 30,69 Euro auf 31,89 Euro im Osten. Dies entspricht einer Rentenanpassung von 3,18 Prozent in den alten Ländern und von 3,91 Prozent in den neuen Ländern.

Im Westen steigt die Rente für den idealtypischen „Eckrentner“, der 45 Jahre lang zum Durchschnittslohn gearbeitet und entsprechende Rentenbeiträge gezahlt hat, von 1441,35 auf 1487,18 Euro. In den neuen Bundesländern steigt die Rente von 1381,05 auf 1435,05 Euro. 

Rentenniveau jetzt bei 48 Prozent

Damit liegt der Rentenwert im Osten jetzt bei 96,5 Prozent des Westniveaus. Laut Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) soll die Rentenhöhe bis spätestens 2024 angeglichen werden. Der SoVD fordert, diesen Prozess schneller abzuschließen

Durch die Erhöhung steigt das Rentenniveau ab dem 1. Juli auf 48,16 Prozent des Durchschnittsverdienstes. Im kürzlich verabschiedeten Rentenpaket der Bundesregierung ist ein Sicherungsniveau, die sogenannte „Haltelinie“, von 48 Prozent festgeschrieben. Unter diese Schwelle darf die Durchschnittsrente bis 2025 nicht sinken. 

SoVD fordert 53 Prozent

Der SoVD empfindet dieses Niveau als zu gering. Um Altersarmut einzugrenzen und das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken, fordert der Verband ein langfristig gesichertes Rentenniveau von 53 Prozent.