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Chatten wird inklusiver

Inklusion und Teilhabe sind auch in der digitalen Welt von großer Bedeutung. Bisher gab es aber keine Symbole, die Behinderung sichtbar machen. Neue Emoji, die im Laufe des Jahres bei vielen Kommunikationsdiensten neu hinzukommen, füllen diese Leerstelle.

Digitale Kommunikation über das Smartphone wird immer wichtiger. Sie basiert nicht nur auf geschriebenen oder gesprochenen Wörtern. Für viele Situationen oder Gefühle gibt es passende Bilder, sogenannte „Emoji“. 

Bisher war es jedoch nicht möglich, Menschen mit Behinderung darzustellen. Nun ändert sich das. Denn im jetzt veröffentlichten „Unicode 12.0“, dem Code auf den Chatdienste wie zum Beispiel Whatsapp oder der Facebook Messenger zurückgreifen, sind neue Symbole enthalten. 

Rollstühle, Prothesen, Assistenzhunde

Zu den neuen Emojis gehören unter anderem Personen in Rollstühlen, taube Menschen, eine Armprothese oder ein Assistenzhund. 

Bis die Emoji auf allen Plattformen integriert sind, wird es aber noch etwas dauern. 

Leerstelle wird geschlossen

Die fehlende Repräsentation von Menschen mit Behinderung in den Emoji war bisher eine Leerstelle, an der es öfter Kritik gab. Vor zwei Jahren hat beispielsweise die Aktion Mensch gehandelt und die App „Inklumoji“ entwickelt. 

Damit lassen sich bereits Menschen mit Behinderung darstellen. Allerdings sind die Symbole nicht in die Chatdienste integriert und die Benutzung ist damit etwas schwierig. Sobald die neuen Emoji in allen Diensten verfügbar sind, können alle sie problemlos nutzen.