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Balkon statt Balearen

Fast im gesamten Bundesgebiet sind mittlerweile Sommerferien. Doch ausgedehnten Urlaub können sich in Deutschland nicht alle leisten. 13 Millionen Menschen ist eine einwöchige Urlaubsreise zu teuer. Das geht aus einer EU-Statistik hervor. Besonders betroffen sind Alleinerziehende. 

Etwa 16 Prozent der Menschen in Deutschland konnten sich im vergangenen Jahr keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Besonders trifft das Alleinerziehende, von denen ein Drittel nicht verreisen konnte. Das bedeutet, dass auch viele Kinder ihre Ferien weitestgehend zu Hause verbringen. 

Eine andere betroffene Gruppe sind Alleinstehende, von denen ein Viertel keinen Urlaub machen konnte. 

Verbesserung seit 2010

Die Daten gehen aus einer Erhebung des Europäischen Statistikamts Eurostat hervor. Im EU-Durchschnitt können sich 30,5 Prozent der Menschen keine einwöchige Urlaubsreise leisten, also fast doppelt so viele wie in Deutschland. 

Deutlich wird dabei auch, dass sich die Position in Deutschland verbessert hat. 2010 fiel der Urlaub noch für fast ein Viertel der Menschen aus. 

Urlaub und Hartz IV

Zu echter gesellschaftlicher Teilhabe gehört es, selbstbestimmt Reisen zu unternehmen. Schwierig ist das insbesondere für Hartz-IV-Empfänger, denen das nicht nur aus finanziellen Gründen schwer fällt. Denn eigentlich müssen sie immer für das Jobcenter erreichbar sein. 

Sie können eine Abwesenheit von bis zu drei Wochen im Jahr beantragen, ohne dass Bezüge gekürzt werden. Urlaubsgeld gibt es jedoch nicht.