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SoVD startet Kampagne gegen soziale Kälte

Verband plant, mit bundesweiten Aktionen eine große Öffentlichkeit zu erreichen – Inhalte erfolgreich vorgestellt

Bei der Auftaktveranstaltung wurde auch die neue SoVD-Kampagne gegen soziale Kälte vorgestellt, mit der der Verband eine große Öffentlichkeit erreichen möchte. Bundesgeschäftsführerin Stephanie Rinke und der Marketing-Verantwortliche Dominik Mikoleizig präsentierten die Inhalte der Kampagne sowie  Pilotprojekte in den SoVD-Landesverbänden Bayern und Hamburg. Ein Kampagnenfilm spiegelte erste Impressionen eingängig wider. Die Präsentation fand bei den Anwesenden große Zustimmung.

Für eine wachsende Zahl an Menschen ist der Begriff „soziale Kälte“ mittlerweile an konkrete Existenzängste und fehlende Verteilungsgerechtigkeit geknüpft. Deshalb möchte der SoVD mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne für das Thema sensibilisieren und Politik wie auch Gesellschaft auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam machen. Die zuvor von Präsident Adolf Bauer angeführten Fakten wurden in der Kampagnenpräsentation durch die Bundesgeschäftsführerin Stephanie Rinke und den Marketing-Verantwortlichen Dominik Mikoleizig eindringlich vermittelt.

Wenn bereits jede sechste Person, das entspricht über 13 Millionen Menschen, in Deutschland armutsgefährdet ist – was bedeutet dies für die konkret Betroffenen? Mit welcher Härte treffen die Auswirkungen insbesondere Alleinerziehende, Rentner*innen und Geringverdienende? Wie wirken sich geringfügige Beschäftigungsverhältnisse mit nur minimalem Versicherungsschutz auf rund 7,6 Millionen Arbeitnehmer*innen aus? Mit welchen Problemen haben Langzeitarbeitslose zu kämpfen? Und warum kommen Menschen mit Behinderung in der Armutsdebatte häufig gar nicht vor, obwohl ihr Armutsrisiko besonders hoch ist?

Warum haben Seniorinnen im Durchschnitt nach wie vor 60 Prozent weniger Altersversorgungsbezüge als Senioren und landen häufiger in der Grundsicherung? Diesen und anderen Fragen geht die Kampagne nach.

Deutlich wurde in der Präsentation vor allem: „Wir im SoVD verstehen uns als Gegenpol zu sozialer Kälte!“ Der SoVD setzt sich dafür ein, soziale Missstände aufzuzeigen und zu beseitigen. Er positioniert sich aktiv und kritisch zu sozialpolitischen Fragestellungen und wirkt an einer sozial gerechten Gesetzgebung mit.

Mit Sozialberatungen vor Ort und 600.000 Mitgliedern ist der Verband eine starke Gemeinschaft, die gegen soziale Kälte kämpft und auch vor Vereinsamung schützt.

Der Eröffnungsabend ging mit musikalischer Begleitung des Jazz-Quartetts „Swinging B“ und vielen interessanten Gesprächen zu Ende.