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Hilfe bei Mietverzügen durch Corona

meravis unterstützt in der Krise – hundertprozentige Tochtergesellschaft des SoVD

Die meravis Wohnungsbau- und Immobilien GmbH schafft seit über 70 Jahren Wohnraum und berücksichtigt dabei insbesondere Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen sowie Menschen mit Behinderung, Senior*innen und kinderreiche Familien. Sie vermietet an Wohngruppen für Menschen mit Handicap, betreibt betreute Wohnanlagen und besitzt mehrere Sozialimmobilien. Aktuell, in Zeiten großer Verunsicherung, setzt das Unternehmen alles daran, das Zuhause als einen sicheren Zufluchtsort zu schützen.

Der meravis ist es ein großes Anliegen, Lösungen für diejenigen Mieter*innen zu finden, die durch die Coronakrise in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Laut meravis-Geschäftsführer Matthias Herter sind über die gesetzlichen  Regelungen hinaus für das gesamte Jahr 2020 weder Mieterhöhungen noch fristlose Kündigungen oder gar Vollstreckungen von Räumungsklagen vorgesehen (siehe Interview). Auf Anfrage finden Mieter*innen, die durch Covid-19 in Mietverzug geraten sind, schnelle und kulante Unterstützung.

meravis setzt auf Nachbarschaftshilfe

Zu den Hilfestellungen gehören auch weiterführende Beratungsleistungen. So werden Kund*innen, die wegen Kurzarbeitergeldes oder staatlicher Transferleistungen Schwierigkeiten haben, ihre Miete zu zahlen, auf die für den jeweiligen Wohnort zuständige Wohngeldstelle aufmerksam gemacht. Häufig hilft Betroffenen in der Akutsituation  bereits die Information, dass etwa das Bundesland Hamburg die vollständigen Mietzahlungen für sechs Monate übernimmt, wenn der Job wegen der Coronakrise verloren gegangen ist.

Auf der meravis-Website finden Mieter*innen zudem ausführliche Antworten und Orientierungshilfen zu häufig  gestellten Fragen. Auch auf nachbarschaftliche Hilfe und Solidarität setzt das Unternehmen in Zeiten von Covid-19. In vielen Häusern der meravis hängen Listen aus, in denen Mieter*innen sich gegenseitig Unterstützung anbieten können – sei es, den Hund Gass  zu führen oder Einkäufe zu erledigen.

Gerade ältere Menschen sowie Vorerkrankte, aber auch Eltern mit jungen Kindern benötigen derzeit besondere  Fürsorge. Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen dürfen, sind aufgefordert, eine Nachricht mit Namen,
Telefonnummer und Unterstützungswunsch an die eigene Wohnungstüre zu kleben.

SoVD-Tochtergesellschaft finanziert Sozialwohnungen

Grundsätzlich sieht die meravis in der Bereitstellung von utem und bezahlbarem Wohnraum einen Beitrag zu mehr
Gerechtigkeit und Teilhabe. Um einer weiteren Verschärfung auf dem Wohnungsmarkt entgegenzuwirken, setzt sie
dabei auf einen ausgewogenen Wohnraum-Mix. Auf diese Weise kann das Unternehmen die wirtschaftliche  Finanzierungsgrundlage unter anderem für Sozialwohnungen gewährleisten. Die meravis besteht aus eigenständig agierenden Unternehmen in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Hundertprozentige Muttergesellschaft
ist der SoVD

Ein „Zuhause-Versprechen“ in Krisenzeiten

Als sozial orientiertes Unternehmen schafft die meravis-Immobiliengruppe für viele Menschen ein Zuhause. Während der Coronapandemie hat das Wohnungsunternehmen, das stolz auf seine gemeinnützigen Wurzeln ist, ein beispielloses Unterstützungspaket geschnürt. Es soll vor allem helfen, Wohn- und Lebensraum zu sichern. Geschäftsführer Matthias Herter formuliert im Interview ein „Zuhause-Versprechen“ der meravis in Zeiten von Corona.

__Leben im Ausnahmezustand von Covid-19: Da erfährt das Wort „daheim“ eine neue Bedeutung ...
Gerade jetzt muss es einen Ort geben, der uns sicher bleibt. Diesen Ort müssen wir gemeinsam schützen. Deshalb haben wir Maßnahmen ergriffen, die Wohn- und Lebensraum sichern.

__Viele Mieter*innen sind durch Corona in Not geraten. Mit welchen Maßnahmen steht die meravis ihnen zur Seite?
An erster Stelle: Es sind für 2020 weder Mieterhöhungen noch fristlose Kündigungen oder gar Vollstreckungen von Räumungsklagen vorgesehen!

__Gehen Sie damit über die als Teil der Corona-Hilfsgesetze beschlossenen Anpassungen der Bundesregierung hinaus?
Ja. Dort ist ein besonderer Kündigungsschutz bis zum 30. Juni 2020 vorgesehen. Er gilt für die Mieter*innen, die in  dieser Zeit aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und dadurch ihre Miete nicht oder nur teilweise zahlen können.

__Mieten, die in den nächsten Monaten nicht gezahlt werden können, müssen laut Gesetz jedoch bis zum 30. Juni 2022 nachgeleistet sein, oder?

So ist es. Außerdem müssen Mieter*innen nachhaltig und glaubhaft belegen, dass ihnen große Teile ihrer  lebensnotwendigen Einnahmen auch tatsächlich wegen der Coronakrise weggefallen sind. Mit einer Kürzung oder Aussetzung der Mietzahlungen ohne entsprechende Nachweise riskieren Menschen, die jetzt bereits in Schwierigkeiten geraten sind, weitere Kosten aufzubauen.

__Worin genau besteht das Versprechen der meravis-Unternehmensgruppe?

Uns ist bewusst, dass die Coronakrise für einige unserer Kund*innen spürbare Herausforderungen hinsichtlich der Zahlung der Miete darstellt. Deshalb bieten wir ihnen an, sich rechtzeitig und vertrauensvoll an uns zu wenden. Wir möchten gemeinsam Lösungen finden – etwa durch eine Stundung von Mieten oder Ratenzahlungen.

__Das reicht manchen Betroffenen vielleicht nicht aus.

Diese extremen Fälle gibt es. Deshalb beraten wir bei coronabedingten Zahlungsschwierigkeiten ebenso weiterführend und leisten Hilfestellung bei der Beantragung staatlicher Unterstützungen wie Wohngeld.

__Corona bringt auch Gewerbetreibende in Existenznot.

Auch Ladenbetreiber*innen und Gewerbemieter*innen stehen wir in dieser herausfordernden Zeit mit Beratung sowie Stundungen von Miete und Pacht zur Seite. Als Wohnungsunternehmen nehmen wir unsere soziale Verantwortung
somit sehr ernst – übrigens nicht nur in Krisenzeiten. Gerade steht das Leben kopf. Und wie lange das noch so ist, darauf kann momentan niemand eine verlässliche Antwort geben.