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Zahnärztliche Leistungen für Versicherte mit Pflegebedarf

Gesunde Zähne bedeuten Lebensqualität und letztlich auch Teilhabe an der Gesellschaft. Mundgesundheit ist daher gerade für pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz enorm wichtig. Eine Broschüre informiert jetzt über zahnärztliche Leistungen, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden.

Menschen, die nicht mehr ausreichend in der Lage sind, für die eigene Mundgesundheit selbständig und eigenverantwortlich zu sorgen, können zusätzliche Hilfen in Anspruch nehmen. So übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen über die regelhaften Vorsorgeuntersuchungen hinaus einmal im Kalenderhalbjahr zusätzliche zahnärztliche Leistungen. Zu diesen gehören etwa die Aufklärung über richtige Zahn- und Mundpflege, die Entfernung von Zahnstein und die Erhebung des Mundgesundheitsstatus. Dadurch soll unter anderem das Risiko für Karies- und Mundschleimhauterkrankungen sinken.

Bessere Versorgung für verletzlichen Personenkreis

Die Einführung eines gesetzlichen Anspruches zur „Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen“ (§ 22a SGB V) wurde seinerzeit vom SoVD ausdrücklich begrüßt. Im Vorfeld hatte der Verband wiederholt darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um einen besonders verletzlichen und somit entsprechend schutzbedürftigen Personenkreis handle.

Fokus auf zahnärztlicher Prävention

Der Schwerpunkt der zusätzlichen Leistungen liegt bei der zahnärztlichen Vorbeugung von Krankheiten. Dabei können gesetzlich Versicherte eine entsprechende Versorgung sowohl in der Zahnarztpraxis als auch in der Wohnung, einer Wohngemeinschaft oder in einer Pflegeeinrichtung in Anspruch nehmen. Die aufsuchende zahnärztliche Versorgung ist zudem auch in Einrichtungen möglich, in denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder am Leben in der Gemeinschaft, die schulische Ausbildung oder die Erziehung von Menschen mit Behinderungen im Vordergrund stehen, wie etwa in Werkstätten.

Broschüre informiert über wichtige Details

Behandlungsmöglichkeiten vor Ort, Regelungen zu Krankenfahrten und -transporten und weitere Details werden in einer neu erschienenen Broschüre verständlich dargestellt. Herausgeben wird diese gemeinsam von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa).

Erhältlich ist die Broschüre „Zusätzliche zahnärztliche Versorgungsangebote für Menschen mit Pflegebedarf oder einer Beeinträchtigung“ ab sofort über Zahnarztpraxen, Pflegedienste, Pflegeheime und sonstige Einrichtungen sowie über die Internetseiten von KZBV, BZÄK, BAGFW und bpa.