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Kurzarbeitergeld wird erhöht

Die coronabedingten Schließungen bedeuten für viele Menschen, dass sie gar nicht oder nur sehr reduziert arbeiten können. Nachdem am Anfang der Pandemie die Kriterien gelockert worden, um Kurzarbeitergeld zu erhalten, hat der Bundestag jetzt ein höheres Niveau der Sozialleistung beschlossen.

Die Große Koalition hat am Donnerstag das Sozialpaket II verabschiedet. Dadurch haben sich die Höhe und die Bezugsdauer einiger Sozialleistungen verändert. Im Zuge dessen wird das Kurzarbeitergeld von bisher 60 Prozent des entgangenen Nettolohns auf 70 Prozent ab dem vierten Monat erhöht. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit steigt der Betrag auf 80 Prozent.

Für Eltern steigen die Sätze von derzeit 67 auf 77, beziehungsweise 87 Prozent. Diese Regelung gilt bis Ende des Jahres. Zudem können Beziehende von Kurzarbeitergeld seit dem 1. Mai Geld dazu verdienen. Hier liegt die Grenze beim regulären Monatseinkommen ohne Kurzarbeit.

Der SoVD betrachtet das Kurzarbeitergeld als sinnvolles arbeitsmarktpolitisches Instrument, das sich in Krisenzeiten bewährt hat. Die Erhöhung der Sätze hilft Geringverdienenden, die so vor einer Aufstockung durch SGB-II-Leistungen („Hartz IV“) bewahrt werden.

Zu diesem Thema hat der Verband auch eine Sozialinfo veröffentlicht.