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Pressemitteilung 14.08.2019

SoVD veröffentlicht im Oktober ein Gutachten zur pflegebedingten Armut Entlastung pflegender Angehöriger ist ein Silberstreifen am Horizont

„Angehörige von Pflegebedürftigen sind zunehmend von Armut bedroht. Für sie ist es ein Silberstreifen am Horizont, wenn die Bundesregierung das Angehörigen-Entlastungsgesetz auf den Weg bringt“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich des heutigen Beschlusses des Gesetzes im Bundeskabinett. „Jedoch ist eine umfassende Reform erforderlich, damit die steigenden Armutsrisiken der rund 2,5 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland spürbar begrenzt werden können. Ziel sollte eine Pflegevollversicherung sein, die Pflegerisiken solidarisch absichert. Zudem müssen die überfälligen Reformen bei der Finanzierung angegangen werden. Insbesondere eine Pflegebürgerversicherung und Steuerzuschüsse für versicherungsfremde Leistungen gehören auf die Agenda“, fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Um verlässliche Zahlen zur Armut privat pflegender Angehöriger zu erhalten, hat der SoVD ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dessen Ergebnisse werden noch in diesem Jahr erwartet. Auf ihrer Grundlage will der Verband zielgerichtete Hilfsmaßnahmen vorschlagen.

Der SoVD vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten und der pflegebedürftigen und behinderten Menschen. Der SoVD vereint über 580.000 Mitglieder.


V. i. S. d. P.: Benedikt Dederichs