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Pressemitteilung vom 28.10.2005

SoVD: Renteneintritt mit 65 Jahren muss vorrangiges Ziel bleiben

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:

Die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre ist nichts anderes als eine versteckte Rentenkürzung. Denn ältere Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen oder nach einer Entlassung keinen Job mehr finden, werden dann mit noch höheren Rentenabschlägen bestraft.

Daher müssen Politik und Wirtschaft erst einmal dafür sorgen, dass Menschen auch tatsächlich bis zum 65. Lebensjahr arbeiten können. Das wäre ein entscheidender Beitrag zur Lösung der Finanzprobleme in der Rentenversicherung.

Eine pauschale Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre ist auch deshalb ungeeignet, weil sie nicht die Lebensarbeitszeit des Einzelnen berücksichtigt.

Ein Bauarbeiter, der seit seinem 20. Lebensjahr schwere körperliche Arbeit verrichtet hat, ist nach 45 Berufsjahren kaum in der Lage, zwei Jahre länger zu arbeiten. Das ist realitätsfern.

Der tatsächliche Renteneintritt mit 65 Jahren muss daher vorrangiges Ziel bleiben.

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden