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Pressemitteilung vom 21.06.2005

SoVD: Weiterentwicklung der Rentenversicherung zur Erwerbstätigenversicherung ist unverzichtbar

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:

Der Sozialverband Deutschland fordert die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung.

Langfristig müssen alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden, also auch Beamte, Politiker und Selbständige. Dieser Schritt ist unverzichtbar, um die gesetzliche Rentenversicherung für die nachfolgenden Generationen zu sichern. Nur so können die Belastungen, die durch Veränderungen am Arbeitsmarkt und die demografische Entwicklung entstehen, sozial gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Die Erwerbstätigenversicherung ist damit auch ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit.

Wir wehren uns gegen eine Politik der ständigen Rentenkürzungen.

Die Bundesregierung hat auf die einbrechenden Beitragseinnahmen in der Rentenversicherung mit immer schärferen Leistungskürzungen für die heutigen und künftigen Rentner reagiert. Das Ergebnis sind reale Rentenkürzungen, die für viele Rentner kaum zu verkraften sind. Ein Durchschnittsrentner mit einer gesetzlichen Rente von 1000 Euro hat am 1. Juli 2005 genau 46,50 Euro weniger im Portemonnaie als vor zwei Jahren. Ein Rentner, der zusätzlich noch 300 Euro Betriebsrente erhält, hat sogar Einbußen von 68,55 Euro.

Wir brauchen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Oberstes Ziel muss sein, die Einnahmebasis der gesetzlichen Rentenversicherung zu stärken. Wir brauchen eine Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, die die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fördert. Die Frühverrentung muss gestoppt werden. Beitragsungedeckte Leistungen müssen vollständig durch Bundeszuschüsse abgedeckt werden. Die betriebliche und private Altersvorsorge muss sozial gerecht ausgebaut werden. Geringverdiener müssen durch eine Anhebung der Förderbeiträge in die Lage versetzt werden, sich eine angemessene private Altersvorsorge aufzubauen.

Es muss Schluss sein mit der Politik der Rentenkürzungen! Wer weitere Rentenkürzungen in Betracht zieht, muss mit unserem entschiedenen Widerstand rechnen.

Das 45seitige Positionspapier und das Pressestatement können Sie unter www.sovd.de abrufen.

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden