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Pressemitteilung vom 15.10.2004

SoVD: Bundesregierung muss den Behindertensport stärker fördern

Anlässlich des Empfangs zu Ehren von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Paralympics erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Der Sozialverband Deutschland hat Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Paralympics von Athen bei einem Empfang zu ihren außerordentlichen sportlichen Leistungen beglückwünscht.

Die Sportlerinnen und Sportler haben mit ihren Spitzenleistungen ein doppeltes Signal gesetzt, das weit über die sportlichen Erfolge hinausweist: Sie sind Identifikationsfigur für behinderte Menschen und sie führen Nicht-Behinderten vor Augen, welches immense Potential behinderte Sportlerinnen und Sportler haben.

Die Paralympics von Athen waren der Durchbruch für den Behindertensport, der jetzt eine breite öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. Nun müssen sich auch die Bedingungen für den Behindertensport weiter verbessern. Hier wird hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet, eine weitere Professionalisierung ist aber notwendig.

Der Behindertensport muss stärker finanziell gefördert werden. Hier sind sowohl die Bundesregierung als auch Sponsoren gefragt.

Im Bundeshaushalt 2005 sind für die Sportförderung der Nicht-Behinderten 109 Millionen Euro veranschlagt. Dagegen erhält der Spitzensport der Behinderten lediglich vier Millionen Euro. Wir fordern Bundesinnenminister Otto Schily auf, diese Mittel noch für 2005 deutlich aufzustocken. Dies ist die Voraussetzung für bessere Trainingsbedingungen, die zu noch besseren sportlichen Leistungen führen werden.

An dem Empfang des Sozialverband Deutschland nahmen am Donnerstagabend 16 Sportlerinnen und Sportler aus Berlin und Brandenburg stellvertretend für die deutsche Mannschaft teil, darunter auch die achtfache Medaillengewinnerin Marianne Buggenhagen. Zu den Gästen zählten außerdem ehrenamtliche Trainer und das Präsidium des Behindertensportverbandes Berlin.

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden

Foto-Impressionen zu der Veranstaltung finden Sie hier.