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Pressemitteilung vom 04.05.2004

Behinderte sollen bei Europawahl ihr Wahlrecht nutzen

Anlässlich der Vorstellung der Wahlhilfebroschüre für behinderte Menschen zur Europawahl erklärt Armin Dötsch, Bundesvorsitzender der integ-Jugend im SoVD:

Menschen mit Behinderungen werden oft nicht ausreichend über ihr Wahlrecht informiert. Dies gilt ganz besonders für geistig Behinderte und Lernbehinderte. Viele haben noch nie gewählt, obwohl sie meist das Wahlrecht haben. Auch, wer eine so genannte Vollbetreuung hat, kann das Wahlrecht beantragen. Die Entscheidung, ob das Wahlrecht ausgeübt werden kann, trifft dann ein Richter.

Wir wollen Menschen mit Behinderungen informieren und ermutigen, bei der Europawahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Daher haben wir gemeinsam mit Kooperationspartnern eine Wahlhilfebroschüre entwickelt, die wir heute gemeinsam mit Karl Finke, dem Herausgeber und Behindertenbeauftragten des Landes Niedersachsen vorstellen.

Die Broschüre erklärt in leicht verständlicher Form, wie man wählt. Dabei werden die einzelnen Schritte genau erklärt und die verschiedenen Wahlformulare abgebildet.

Erstmals liegt nun eine Wahlhilfebroschüre für eine Europawahl vor. Bereits erschienen sind Wahlhilfebroschüren zu den Bundestagswahlen 1998 und 2002 sowie zu verschiedenen Landtagswahlen.

Zur gesellschaftlichen Teilhabe von Behinderten gehört auch das Wahlrecht!

Die Wahlhilfebroschüre ist ein Kooperationsprojekt von zehn Behinderten- und Sozialverbänden. Die integ-Jugend im Sozialverband Deutschland hat die Projektkoordination, den Druck und Vertrieb übernommen. Herausgeber ist der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen Karl Finke.

Die Wahlhilfebroschüre wird von der Aktion Mensch unterstützt.

Die Broschüre ist kostenlos und kann gegen Versandkosten (Büchersendung) bei der SoVD-Bundesgeschäftsstelle, Abt. Versand bestellt werden. Sie kann auch im Download-Bereich heruntergeladen werden.

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden