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Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung sinkt 2019 leicht

Das Bundesgesundheitsministerium hat den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für das Jahr 2019 veröffentlicht. Der Zusatzbeitrag wird 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent reduziert. Der Durchschnittsbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung sinkt dadurch auf 15,5 Prozent. Zudem wird der Zusatzbeitrag ab 2019 von Versicherten und Arbeitgebern zu gleichen Teilen bezahlt.

Ab dem kommenden Jahr zahlen Versicherte etwas geringere Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung. Der Zusatzbeitrag wird von jetzt durchschnittlich 1,0 auf 0,9 Prozent sinken. Der allgemeine Beitrag liegt bei 14,6 Prozent des Bruttolohns beziehungsweise der Rente. 

Der Schätzerkreis der Gesetzlichen Krankenversicherung hatte den Spielraum, basierend auf Prognosen der Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen, ermittelt. Wie hoch der Zusatzbeitrag bei den einzelnen Versicherten im nächsten Jahr tatsächlich ist, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. 

Arbeitgeber zahlen Hälfte des Zusatzbeitrages

Insgesamt werden die Kosten für die Krankenversicherung leicht sinken, wenn im nächsten Jahr das sogenannte „GKV-Versichertenentlastungsgesetz“ in Kraft tritt. Denn ab 2019 zahlen Versicherte und Arbeitgeber, beziehungsweise Rentner und die Rentenversicherung den Zusatzbeitrag zu gleichen Teilen. Bisher sind die Versicherten dafür alleine aufgekommen. 

Der SoVD hat mehrfach auf die Ungleichbehandlung hingewiesen und sich für die Abschaffung der einseitigen Belastung eingesetzt.