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Tipps zum Umgang mit Wespen

Neben der belastenden Hitze sind es oft Wespen, die einigen Menschen den Sommer verleiden. Gerade im August treten sie gehäuft auf und stören den Aufenthalt im Freien. Doch wer einige Ratschläge beachtet, kommt mit den Insekten gut zurecht oder weiß, was im Falle eines Stiches zu beachten ist.

Wespenstiche sind nicht nur schmerzhaft, sondern schlimmstenfalls sogar lebensbedrohlich. Wer in den Sommertagen unnötige Risiken vermeiden möchte, sollte einige Tipps beherzigen, um einen Stich zu verhindern oder dessen Folgen abzumildern. „Nach einem Wespenstich sollte entgegen der weit verbreiteten Meinung das Gift nicht mit dem Mund ausgesaugt werden“, sagt Dr. Utta Petzold, Allergologin bei der BARMER.

Besser sei, die betroffene Stelle zu kühlen, um eine rasche Ausbreitung des Gifts zu vermeiden. Auch ein spezielles Wärmegerät gegen Insektenstiche, mit denen das Gift zerstört werde, könne helfen. Zudem solle Kratzen auf der Haut vermieden werden, damit keine Bakterien in die Haut gelangen könnten.

Essen und Fallobst locken Wespen an

Offen herumstehendes Essen sei für Wespen auf Nahrungssuche gerade in den Spätsommermonaten eine willkommene Einladung und sollte daher vermieden werden. „In der Nähe von Mülltonnen und Abfallkörben ist ebenfalls Vorsicht vor Wespen geboten. Zudem werden die Insekten durch Fallobst angelockt“, sagt Petzold.

Deshalb sei es ratsam, das Obst im Garten nicht zu spät zu ernten und Fallobst regelmäßig zu entfernen.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gibt Tipps im Umgang mit den Tieren, um Stiche zu vermeiden. Er rät dazu, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen, denn Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Auch das Wegpusten der Tiere ist nicht ratsam: Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.

Wespenstiche im Mund auch für Nicht-Allergiker gefährlich

Gerade Allergiker müssen im Umgang mit den Insekten besonders umsichtig sein. Petzold empfiehlt Betroffenen, zu Beginn der Wespenzeit zu prüfen, ob die Notfallapotheke vollständig ist und ihre Arzneimittel noch haltbar sind. „Wer eine Wespenallergie hat, sollte im Sommer immer seine Notfallmedikamente in Reichweite haben. Wenn das einmal nicht möglich ist, gilt es, bei einem Stich dennoch die Ruhe zu bewahren.

Am besten macht man andere Menschen auf seine Notlage aufmerksam, damit diese den Notarzt rufen können“, so die Allergologin. Aber auch für Nicht-Allergiker gelte, bei Wespenstichen im Mund- oder Rachenraum sofort Eis zu lutschen und einen Arzt aufzusuchen, da Schwellungen an diesen sensiblen Stellen das Atmen erschweren können. Bei auftretender Atemnot müsse man sofort den Notarzt rufen.