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Rentenpaket verabschiedet – SoVD fordert sichere Rente über 2025 hinaus

Der Bundestag hat am Donnerstag das neue Rentenpaket verabschiedet. Damit wird das Rentenniveau bis 2025 auf mindestens 48 Prozent festgelegt. Der Beitragssatz soll im gleichen Zeitraum auf höchstens 20 Prozent steigen. Der SoVD fordert ein langfristig gesichertes Renntenniveau von 53 Prozent. 

Neben der Festsetzung der Höhe des Rentenniveaus und der Beiträge hat der Bundestag auch Änderungen bei der Mütterrente und der Erwerbsminderungsrente beschlossen. 

Im nächsten Jahr steigen die Renten voraussichtlich um 3,91 Prozent im Osten und um 3,18 Prozent im Westen. Die genaue Zahl wird im Frühjahr bekannt gegeben. 

Bis 2032 sollen die Renten im Schnitt um 2,5 Prozent pro Jahr steigen. 

SoVD fordert Rentenniveau von 53 Prozent

Durch das neue Rentenpaket wird eine Beitragsobergrenze von 20 Prozent eingeführt. Bis 2025 soll der Beitrag diesen Wert nicht überschreiten. Derzeit liegt der Satz bei 18,6 Prozent. Zugleich soll das Niveau bis 2025 nicht unter 48 Prozent sinken.  

Dem SoVD geht das nicht weit genug: „Nötig ist ein langfristig gesichertes Rentenniveau bei 53 Prozent. Dies würde das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung stärken und die Gefahr der Altersarmut eingrenzen“, sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer zu den neuen Rentenplänen

Zusätzlicher halber Rentenpunkt für Mütter

Für Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern bedeutet, dass neue Rentenpaket etwas mehr Rente. Ihnen wird ein halbes zusätzliches Erziehungsjahr bei der Rente angerechnet. Im Osten erhöhen sich die Renten um 15,35 Euro, im Westen um 16,02 Euro. 

Ursprünglich war geplant, die Mütterrente nur für Frauen mit mindestens drei Kindern zu erhöhen. Dagegen hatte der SoVD mehrfach protestiert. Nach wie vor setzt der Verband sich für eine Angleichung des Betrags in Ost und West ein. 

Längere Anrechnung bei Erwerbsminderungsrente

Mit dem neuen Gesetz kommt es auch zu Veränderungen bei der Erwerbsminderungsrente. 

Erwerbsgeminderte werden bei der Rente so gestellt, als ob sie deutlich länger weitergearbeitet hätten. Die Zurechnungszeit für den Renteneintritt wird in einem Schritt auf 65 Jahre und acht Monate angehoben. Anschließend wird sie dann schrittweise auf das vollendete 67. Lebensjahr verlängert. 

Dies gilt jedoch nur für Betroffene, die ab dem nächsten Jahr in Rente gehen. Bestandsrentnern nützt die neue Regelung nichts.