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Rentenkommission nimmt Arbeit auf

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission hat mit der Arbeit begonnen. Bis 2020 soll sie Vorschläge erarbeiten, wie das System der gesetzlichen Rentenversicherung gesichert werden kann. SoVD-Präsident Adolf Bauer sprach sich dafür aus, zum früheren Rentenniveau von 53 Prozent zurückzukehren. 

Zehn Personen aus dem Kreis der Regierungsparteien, Experten von Gewerkschaften und Arbeitgebern sowie Wissenschaftler sitzen in der Kommission. Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Karl Schiewerling (CDU) leiten die Runde. 

Es sollen Konzepte erarbeitet werden, wie die Rente nach 2025 gesichert werden kann. Denn dann gehen viele sogenannte „Babyboomer“ in Rente,  denen aber nur wenige Einzahler gegenüber stehen.

Rentenniveau bleibt bis 2025 stabil

Bis 2025 ist eine doppelte Haltelinie gesetzt. Bis dahin darf der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen und das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinken. Für die Zeit danach formulierte Arbeitsminister Hubertus Heil das Ziel: „Wir brauchen eine Rentenpolitik für heute, für morgen und auch für übermorgen, auf die sich Großeltern, Eltern und Enkel verlassen können."

Im März 2020 will die Kommission ihre Ergebnisse vorstellen. Noch in dieser Legislaturperiode sollen sie umgesetzt werden. 

Adof Bauer wendet sich an Kommission

Die Oppositionsparteien und Sozialverbände sind in der Kommission nicht vertreten. SoVD-Präsident Adolf Bauer wandte sich per Brief an die Runde und legte die Position des Verbands dar. Er schrieb: "Um die Lebensstandardsicherung in der gesetzlichen Rente wiederherzustellen, ist nach der beabsichtigten Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent eine stufenweise Anhebung auf die früheren 53 Prozent netto vor Steuern nötig." Damit zitierten ihn unter anderem das ZDF, ntv und die Wirtschaftswoche. 

Im Juli sollen Gespräche mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden stattfinden.