Sozialverband Deutschland e.V. > Informieren > Online-Texte > "Inklusion muss gelebt werden"


"Inklusion muss gelebt werden"

Sebastian Freese ist amtierender Vorsitzender der SoVD-Jugend. Der gelernte Bürokaufmann gehört dem SoVD seit 2005 an und engagiert sich vor Ort in Schleswig-Holstein auf vielfältige Weise. Im Interview spricht der 30-Jährige über seine Ideen und sein Engagement für die SoVD-Jugend.


Wie bist du zum SoVD gekommen?

Zum SoVD bin ich 2005 gekommen. Beim Weltkindertag am Infostand in Husum erfuhren mein Vater und ich, dass der SoVD auch in sozialen Fragen hilft.

Ich bin an Muskeldystrophie Duchenne im Gürtelbereich erkrankt. Wir hatten zu dieser Zeit Probleme mit den Zuschüssen beim Umbau der barrierefreien Wohnung. Der SoVD hat uns sehr geholfen, auch bei der Genehmigung des Elektrorollstuhls. Vielen Dank dafür noch einmal an dieser Stelle.

Warum engagierst du dich in der SoVD-Jugend?

Seitdem ich SoVD-Mitglied bin, habe ich an vielen Veranstaltungen der SoVD-Jugend Nordfriesland und der SoVD-Jugend Schleswig-Holstein teilgenommen. Ich war bei Mitgliederversammlungen, sozialpolitischen Veranstaltungen, Weihnachtsfeiern und einem Ausflug in den Tierpark Hagenbeck.

Ich erinnere mich noch gut, als der SoVD-Jugend-Kreisvorsitzende von Nordfriesland, Heiko Köppen, fragte, ob ich mir vorstellen könnte, im Vorstand als Schatzmeister in der SoVD-Jugend Nordfriesland mitzuarbeiten. Ich wollte gerne auch so tolle Veranstaltungen mitorganisieren und mehr Verantwortung übernehmen. Vor allem wollte ich die Vorurteile der Menschen abbauen, die denken, weil man behindert ist, kann man das nicht machen. Deshalb habe ich sofort Ja gesagt.

Welche Ziele hast du als Bundesjugendvorsitzender?

Für die Jugend im SoVD sind sozialpolitische Themen wichtig wie zum Beispiel inklusive Kitaangebote, das Recht auf inklusive Schulen und die unproblematische Sicherstellung notwendiger Schulassistenz. Inklusion muss gelebt werden. Es müssen endlich bundesweit flächendeckende Angebote zur Verfügung stehen.

Ich nehme auch an den Sitzungen des Bundesvorstandes im SoVD und an dem Sozialpolitischen Ausschuss (SPA) teil, dort platziere ich auch unsere jugendpolitischen Anliegen.

Ein Ziel ist für mich, noch mehr junge Menschen mit und ohne Behinderung für die Arbeit in der SoVD-Jugend zu gewinnen. Dazu hatte ich beim Inklusionslauf des SoVD im August eine gute Möglichkeit. Wir haben uns nämlich mit der Jugend im SoVD erstmalig am Inklusionslauf beteiligt und waren mit einem Infostand dabei.

 

Bereits 2012 veröffentlichte SoVD-TV auf Youtube einen Film über die SoVD-Jugend.