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Grippezeit beginnt – Robert-Koch-Institut rät zur Impfung

Mit dem Winter beginnt auch wieder die Grippesaison. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt  die Impfung vor allem Menschen ab 60 Jahren, chronisch Erkrankten und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für den neuen Vierfach-Impfstoff. 

Die Grippewelle des vergangenen Jahres ist außergewöhnlich schwer gewesen und führte in Deutschland zu neun Millionen Arztbesuchen. Mehr als 1600 Menschen starben an der Influenza. Jetzt beginnt die nächste Grippesaison, in der mit Erkrankungen zu rechnen ist. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Personen über 60, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Auch allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflege- und Altenheimen wird zur Impfung geraten. „Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten“, unterstreicht Lothar H. Wieler, Präsident der Kommission. 

Impfung am besten im Oktober oder November 

Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko, dass eine Influenza-Erkrankung bei ihnen einen schweren Verlauf nimmt, zu Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Herzinfarkt führt oder sogar tödlich verläuft.  Sie haben zwar oft eine reduzierte Immunantwort, sodass die Impfung bei ihnen weniger zuverlässig wirkt. Mit einer Impfung lässt sich das Risko dennoch halbieren. 

Die beste Zeit, um sich impfen zu lassen, sind die Monate Oktober und November. Die Grippewelle beginnt meist nach dem Jahreswechsel. Bei einer rechtzeitigen Impfung ist der vollständige Schutz bis dahin aufgebaut. Sollte die Impfung in diesen Monaten versäumt werden, kann es selbst zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle noch sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen.

Krankenkasse bezahlt Impfstoff

Seit diesem Jahr bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung den Vierfach-Impfstoff, der besseren Schutz bietet.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza informiert auf ihrer Seite aktuell über die Ausbreitung der Grippe in Deutschland und zeigt sie auf einer Karte an. Dort ist auch eine Aufschlüsselung nach einzelnen Regionen möglich. Derzeit sind dort kaum Grippefälle gemeldet.