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Pressemitteilung vom 07.10.2005

SoVD: Das Blindengeld darf nicht abgeschafft werden

Anlässlich der Demonstration für den Erhalt des Blindengeldes in Erfurt erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

 

Der Sozialverband Deutschland unterstützt das Anliegen der heutigen Demonstration für den Erhalt des Blindengeldes. Es darf keine Abschaffung oder Kürzung von Landesblindengeldern geben. Das Blindengeld ist ein Nachteilsausgleich, der behinderungsbedingte Mehrausgaben abdeckt. Diese Mehrausgaben für Hilfsmittel und Assistenz betragen monatlich rund 585 Euro. Denn Blinde benötigen oft Unterstützung im Haushalt, beim Einkaufen oder auf dem Weg zur Arbeit. Das Blindengeld stellt sicher, dass Blinde am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Hier darf es keinen Rückschritt geben.

 

Die thüringische Landesregierung plant, das Landesblindengeld ab 2006 zu streichen. Blinde sollen dann die Blindenbeihilfe nach SGB XII beantragen, die aber einkommens- und vermögensabhängig ist. Außerdem deckt die Blindenbeihilfe den notwendigen Mehrbedarf an Leistungen und Hilfsmitteln nicht ab.

Wir fordern die Bundesländer und insbesondere die thüringische Landesregierung auf, das einkommensunabhängige Blindengeld in vollem Umfang zu erhalten.

 

Der SoVD-Landesverband Thüringen hat seine Mitglieder aufgerufen, sich an der Demonstration in Erfurt zu beteiligen. Der Thüringer Landesvorsitzende Wolfgang Lange, Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Oppel sowie Mitglieder aus mehreren Orts- und Kreisverbänden werden an der Demonstration teilnehmen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.blindengeld-muss-bleiben.de

 

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden