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Pressemitteilung vom 04.10.2005

SoVD: Streichliste der Bundesagentur für Arbeit ist kontraproduktiv

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:

 

Die Streichliste der Bundesagentur für Arbeit ist kontraproduktiv. Die Vorschläge für die Streichung einiger Förderinstrumente trifft die Arbeitslosen, die am stärksten auf Unterstützung bei der Arbeitssuche angewiesen sind, nämlich Ältere, Geringqualifizierte und Arbeitslose ohne finanzielle Rücklagen.

 

Die Weiterbildung für ältere Beschäftigte zu streichen, ist ein falsches Signal. Gerade Ältere müssen die Chance zu einer weiteren Qualifikation erhalten, damit sie auf dem Arbeitsmarkt bestehen können.

 

Wer von Arbeitslosen eine erhöhte Mobilität fordert, muss auch bereit sein, die Reisekosten für Vorstellungsgespräche zu erstatten. Das gehört zum Grundprinzip des Förderns und Forderns. Die Förderung der Jobrotation, bei der ein Arbeitsloser vorübergehend einen Arbeitnehmer ersetzt, der eine Weiterbildungsmaßnahme besucht, ist sinnvoll und muss erhalten bleiben.

 

Wenn die Bundesagentur für Arbeit feststellt, dass die Arbeitsberater nicht alle 80 Förderinstrumente in der nötigen Tiefe beherrschen, müssen sie stärker geschult werden. Die Abschaffung sinnvoller Förderinstrumente wäre die völlig falsche Schlussfolgerung.

 

Die politisch diskutierte Senkung des Arbeitslosenbeitrags darf auf keinen Fall zu Kürzungen bei Weiterbildung und sinnvollen Arbeitsförderinstrumenten führen.

 

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden