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Pressemitteilung vom 08.08.2005

SoVD: Solidarität zwischen den Generationen erhalten ? SoVD nimmt Stellung zum Grünbuch der Europäischen Kommission über den demografischen Wandel

Zum Grünbuch der Europäischen Kommission erklärt SoVD-Präsident Bauer:

 

Das Grünbuch ist eine längst überfällige Reaktion der Europäischen Union auf die demografische Entwicklung. Die Ergebnisse müssen bei der Gestaltung eines sozialen Europas, einem Europa der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Europa muss weg von einer rein wirtschaftsliberalen Ausrichtung und sozialpolitische Grundsätze stärker berücksichtigen. Wir müssen aber aufpassen, dass die EU nicht über das Ziel hinausschießt und Regelungen trifft, für die sie nicht zuständig ist. Wie die Sozialversicherungssysteme mit dem demografischen Wandel umgehen, bleibt allein Sache des jeweiligen Mitgliedstaates.

 

Die Solidarität zwischen den Generationen ist nicht neu. Wir wehren uns gegen die Behauptung eines Generationenkonfliktes. Ein Generationenkonflikt wird von der Politik künstlich geschürt, um Sozialleistungen zu kürzen und weitere Einschnitte in soziale Ansprüche zu rechtfertigen. Wir müssen die Solidarität zwischen den Generationen erhalten und fördern, denn die Bereitschaft zu gegenseitiger Hilfe und Unterstützung zwischen älteren und jungen Menschen besteht! Wir brauchen eine bessere Anerkennung der Pflege und die Einführung pflegerischer Mindeststandards.

 

Europa ist zudem aufgefordert, mehr aktive Beschäftigungspolitik für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu betreiben. Wir brauchen eine neue Unternehmenskultur der Betriebe, die die hohe Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft älterer Beschäftigter würdigt und zu schätzen weiß.

 

Die vollständige Stellungnahme finden Sie unter www.sovd.de

 

V.i.S.d.P.: Gabriele Kuhn-Zuber

 

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