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Pressemitteilung vom 14.03.2005

SoVD weist Vorschläge der BDA zurück

Zu den Vorschlägen des Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Dieter Hundt, die Renten weiter zu kürzen, sagt der Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Adolf Bauer:

 

Der SoVD weist mit aller Entschiedenheit die Vorschläge von Dieter Hundt, die so genannte Sicherungsklausel in der Rentenformel zu streichen oder den Krankenversicherungsbeitrag der Rentner zu erhöhen, zurück. Die Verwirklichung der Vorschläge von Dieter Hundt würde die solidarische Alterssicherung in Deutschland weiter in die Sackgasse der Altersarmut führen. Die weitere Absenkung der Renten wäre verfassungsrechtlich nicht haltbar und würde zu einer durchgreifenden staatlichen Enteignung der alten Menschen in Deutschland führen, die jahrzehntelang in die Rentenversicherung eingezahlt haben.

 

Mit der Vernichtung normalsozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze, dem Ausbau der geringfügig entlohnten Tätigkeiten und der anhaltenden Frühverrentungspraxis tragen die Arbeitgeber entscheidend Mitverantwortung für die Finanzprobleme der Sozialversicherungskassen und insbesondere der Rentenversicherung. Die Vorschläge von Dieter Hundt würden im Falle ihrer Umsetzung maßgeblich dazu beitragen, die ohnehin große Gefahr einer weiteren Schwächung der Kaufkraft eines wachsenden Bevölkerungskreises zu verschärfen.

 

Mit seinen Vorschlägen, die Rentner noch stärker zu belasten, lenkt Dieter Hundt von seinem eigenen Versagen als Chef der Arbeitgeber ab, in Deutschland Arbeitsplätze zu schaffen bzw. zu erhalten. Wer permanent 18 Millionen Rentnerinnen und Rentner als Büßer an die Wand stellt, der zeigt erneut, dass es ihm nicht um solidarische gesamtgesellschaftliche Lösungen, sondern allein um die weitere Optimierung der Gewinne der Deutschen Wirtschaft geht.

 

V.i.S.d.P.: Hans-Jürgen Leutloff