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Pressemitteilung vom 2.2.2005

SoVD fordert Vermittlungsoffensive gegen Arbeitslosigkeit

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:

 

Die offizielle Arbeitslosenzahl von 5 037 000 Erwerblosen ist alarmierend. Diese Zahl muss alle aufrütteln.

 

Die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen dürfte sogar sechs bis sieben Millionen betragen. Denn von der offiziellen Arbeitslosenstatistik werden beispielsweise die Teilnehmer von Trainingsmaßnahmen und Ein-Euro-Jobber nicht erfasst. Unberücksichtigt bleibt auch die stille Reserve, die auf zwei Millionen Menschen geschätzt wird.

 

Wir brauchen jetzt eine Vermittlungsoffensive gegen Arbeitslosigkeit. Nach dem Fordern muss jetzt das Fördern in den Mittelpunkt rücken. Die Bundesagentur muss die Devise jetzt lauten: vermitteln, vermitteln, vermitteln!

 

Die Unternehmen sind gefordert, alle Spielräume zu nutzen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wir fordern die Arbeitgeber auf, den Fuß von der Einstellungsbremse zu nehmen.

 

Eine Möglichkeit, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, ist der Abbau von Überstunden. Nach Analysen der Bundesanstalt für Arbeit entspricht die Zahl der in Deutschland geleisteten Überstunden der Arbeitsleistung von einer Million Beschäftigten.

 

Nach wissenschaftlichen Modellrechnungen könnten in den kommenden acht Jahren 300.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn 40 Prozent der Überstunden abgebaut werden. Das wäre ein erster Schritt zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit.

 

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden