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SoVD-Mitglieder aktiv gegen soziale Kälte

Im Verband mit gutem Beispiel vorangehen – gesellschaftliches Engagement hat viele Gesichter

Soziale Kälte machte der SoVD-Bundesverband zum großen Thema für 2020. So bat er seine Mitglieder, von ihrem Einsatz dagegen zu berichten: „Was tun Sie, um sozialer Kälte zu begegnen? Wo und wie bringen Sie sich persönlich und beispielhaft für die Gemeinschaft im SoVD und zugunsten Not leidender oder benachteiligter Menschen ein?“, fragte die SoVD-Zeitung in der April-Ausgabe.

Aus Platzgründen kann leider nicht jedes „gute Beispiel“ veröffentlicht werden. Ein herzlicher Dank gilt allen Einsender*innen!

Empathische Verbandsarbeit

Bärbel Reeh engagiert sich vielfach ehrenamtlich. Im SoVD ist sie Vorsitzende und Frauensprecherin des Ortsverbandes Gleichen sowie Frauensprecherin im Kreisverband Göttingen. In ihrer Heimatgemeinde Gleichen gehört sie zudem dem Ausschuss für Jugend, Soziales und Demografie an und ist Vorsitzende des Seniorenbeirates.

Das rege SoVD-Vereinsleben vor Ort geht maßgeblich auf Reeh zurück. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im sozialen Bereich füllt sie Kontakte mit Kompetenz und Empathie. Berührend findet sie den Einsatz vieler Leute in ihrem Ortsverband, zuletzt mit Spenden und Näh-Aktionen.

Konkrete Hilfe bei Problemen

Heinz-H. Pommerening, 1. Vorsitzender im Ortsverband Stadthagen (Niedersachsen), unterstützt den Einsatz des  SoVD mit aktiver Pressearbeit. Im Kampf gegen soziale Kälte gibt er außerdem Friedhofsbeistand, besucht Heimbewohnende oder unterstützt bei Anträgen und Behördensachen.

Spielrunde mit Senior*innen

Da ihre Kinder und Enkel in einem anderen Bundesland wohnen, hat Ursula Marx aus dem Ortsverband Stedersdorf (Niedersachsen) Zeit übrig. Im örtlichen Seniorenheim bot sie an, vorzulesen, zu spielen oder zum Akkordeon zu singen. Daraus wurde ein fester Spielenachmittag mit Karten und „Mensch ärgere dich nicht“. Als Ersatz in der Coronazeit dienen Telefonate oder Post. Marx betont: „Ich bekomme sehr viel von den Damen zurück. Sie vermitteln mir Dankbarkeit und herzliche Gefühle.“

Lesestoff für den Stadtteil

Der Hamburger Hans Speck und seine Frau setzten ihr Herzensprojekt für die Menschen in Langenhorn um: eine „Bücher-Tausch-Zelle“. Sie kauften im Internet eine ausrangierte Telefonzelle und brachten sie per LKW nach Hamburg, Nachbarn halfen beim Ausladen. Mit dem Zuschuss einer Wohnungsbaugesellschaft wurde sie auf einem Fundament verankert, mit Regalen ausgestattet und mit Büchern bestückt, auch für Kinder. Die nachts beleuchtete Mini-Tauschbibliothek steht auf dem Privatgrundstück der Specks – aber frei für alle zugänglich.

Aktiv vor Ort und online

Der Ortsverband Warsingsfehn in Ostfriesland macht seinen Einsatz im Internet publik. Auf www.sovd-warsingsfehn.de und Facebook weist er auch auf Angebote wie das „Notruftelefon“ hin, einen Bringdienst für Alte und Kranke. Vorsitzender Martin Frey berichtet von viel Resonanz und rät zum Nachmachen.