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Pressemitteilung 25.07.2019

Staat muss gegen Armut vorgehen – auch regional!

Aktuelle Zahlen zeigen eine wachsende Armutsgefährdung in Deutschland auf, die regional variiert. Armutsforscher fordern die Bundesregierung deshalb erneut zum Handeln auf. Dazu erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

„Der SoVD weist seit Langem auf die wachsende soziale Spaltung hin. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Auch in unseren Sozial- und Rechtsberatungen stellen wir diese Entwicklung fest. Die Angst vor Verarmung ist längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Insbesondere für Alleinerziehende, ältere Menschen, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderungen oder Erwerbsgeminderte wächst die Not ganz konkret und spürbar. In einem Sozialstaat darf der oder die Einzelne jedoch nicht dem persönlichen Schicksal überlassen werden – schon gar nicht, wenn häufig wenig greifende soziale Sicherungssysteme für die Misere mitverantwortlich sind. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die soziale Spaltung abzumildern und aufzuheben. Hier bleibt der Staat in der Pflicht!“

V. i. S. d. P.: Veronica Sina