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Pressemitteilung 21.09.2018

Wohngipfel darf keine Showveranstaltung sein

Präsident Adolf Bauer: „SoVD-Gutachten bringt Klarheit“

„Der Wohngipfel muss Ergebnisse erzielen, die bei den Mieterinnen und Mietern ankommen. Bekundungen und Absichtserklärungen reichen nicht aus, es müssen konkrete Maßnahmen folgen“, fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich des heutigen Wohngipfels im Bundeskanzleramt. „Bezahlbarer Wohnraum ist längst eine grundlegende soziale Frage. Denn insbesondere in den Ballungsräumen fehlen Millionen Wohnungen. Und deshalb darf der Wohngipfel keine Showveranstaltung sein“, betont Adolf Bauer. Der Verbandspräsident fordert eine massive Ausweitung und Verstetigung des sozialen Wohnraums. 

Der SoVD legt im Oktober ein Gutachten über die Mietverhältnisse in Deutschland vor. „Das SoVD-Gutachten wird für mehr Klarheit in der Wohndebatte sorgen. Zudem wollen wir neoliberale Initiativen in die Schranken weisen. Der angespannte Wohnungsmarkt darf nicht allein den Kräften des Marktes ausgeliefert werden“, sagt Adolf Bauer. Und weiter: „Andernfalls ist eine weitere Spaltung der Gesellschaft programmiert.“ 

Aus Sicht des SoVD kommt dem sozialen Wohnungsbau bei der Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum eine Schlüsselrolle zu. Der Sozialverband gibt an, dass der Bestand an Sozialwohnungen von vier Millionen zu Beginn der 1980er Jahre auf gegenwärtig rund eineinhalb Millionen gesunken ist.