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Pressemitteilung 07.03.2018

SoVD fordert mehr Gleichberechtigung im Erwerbsleben

„Auch nach 100 Jahren Frauenwahlrecht ist das Ziel auf dem Weg zur Gleichberechtigung noch nicht erreicht“, mahnt die Bundesfrauensprecherin des Sozialverband SoVD Edda Schliepack. „Frauen tragen noch immer ein durchschnittlich höheres Risiko, in Armut abzurutschen. Ein Grund ist hierfür die Tatsache, dass die weit über sieben Millionen Minijobs in Deutschland zum größten Teil von Frauen besetzt sind. Und das muss sich ändern“, betont Edda Schliepack. „Deshalb darf es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben. Zudem muss Schluss sein mit der Niedriglohnpolitik. Nötig ist eine gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben.“


Am 12. November 1918 erhielten die Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Dem gleichen Wahlrecht von Mann und Frau war ein langer und mühevoller Kampf vorausgegangen. Auf nationaler Ebene konnten die deutschen Frauen von ihrem Recht erstmals im Januar 1919 bei der Wahl der Deutschen Nationalversammlung Gebrauch machen.


Die historischen Erfahrungen seit 1917 – zwei Weltkriege, Unterdrückung und die NS-Diktatur – haben gezeigt, dass soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden einander bedingen. Daher setzt sich der SoVD seit 100 Jahren erfolgreich zugunsten sozial Benachteiligter für diese Werte ein. Politisch vertritt der SoVD die Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten sowie der pflegebedürftigen und der behinderten Menschen.


Über seine Ursprünge, seine Rolle im Kampf für Freiheit und Demokratie informiert der SoVD auf der Webseite sovd.de/100.

 

 V. i. S. d. P.: Benedikt Dederichs