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Hilfe und Begleitung auch am Lebensende

Egal ob zu Hause oder in einer stationären Einrichtung: In der letzten Lebensphase hat jeder Mensch das Recht auf eine angemessene Versorgung. Ein Gesetz soll diesen Anspruch nun stärken und die Betreuung Sterbender verbessern. Aus Sicht des SoVD ein sinnvoller Ansatz.

Das Thema Sterben gehört zu unserem Leben und doch blenden wir es häufig aus. Auch die in Deutschland bisher geltenden Regelungen zur Versorgung und Begleitung sterbender Menschen sind unzureichend. Dem SoVD liegt jetzt der Entwurf eines Gesetzes vor, mit dem diese Defizite behoben werden sollen.

Verbessert werden soll unter anderem die Palliativversorgung. Von einer palliativen Therapie oder Pflege spricht man dann, wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist. Im Mittelpunkt steht dann nicht mehr die Heilung, sondern die Linderung von Symptomen. Schwerstkranken Menschen soll eine bestmögliche Lebensqualität geboten werden. Damit das funktioniert, soll die palliative Versorgung sowohl in stationären Pflegeeinrichtungen als auch bei der häuslichen Pflege gestärkt werden.

Eine bessere Finanzierung wird auch Hospizen in Aussicht gestellt. In diesem Bereich sieht der SoVD jedoch weiteren Verbesserungsbedarf. Aus Sicht des Verbandes ist es notwendig, eine Kultur der Begleitung Sterbender überall dort zu gewährleisten, wo Menschen sterben. Über den Anspruch auf eine entsprechende Versorgung hinaus müsse daher vor allem der Zugang zu stationären Hospizen ermöglicht werden. Die vorgesehenen finanziellen Mittel seien allerdings zu gering, um ein ausreichendes Angebot an Palliativdiensten sicherzustellen.

Da zudem nicht alle im Rahmen der Hospizarbeit anfallenden Kosten von den Krankenkassen übernommen werden, müssen Betroffene häufig einen hohen Eigenanteil zahlen. Der SoVD regt daher an zu prüfen, ob derartige Leistungen nicht doch durch die Kassen übernommen werden können.

Zur Ausgabe Mai 2015 der SoVD-Zeitung