Tipps zum Jahreswechsel

Es sind nur noch wenige Wochen bis Jahresende. Zeit also, Geldangelegenheiten anzugehen, die noch 2013 erledigt werden sollten, um Nachteile zu vermeiden oder Vorteile zu nutzen. Wer jetzt handelt, der kann viel Geld sparen ? je nach persönlicher Situation.


 Steuerzahler, die 2013 außergewöhnliche Aufwendungen hatten, etwa für einen Arztbesuch oder einen Krankenhausaufenthalt, die Scheidung oder eine Beerdigung, können einen Teil davon als außergewöhnliche Belastung vom steuerpflichtigen Einkommen herunterrechnen. Da vom Gesamtaufwand zuvor eine "zumutbare Belastung" abgezogen wird, lohnt es sich, solche Ausgaben zu bündeln. Beispiel: Im Frühjahr 2014 ist eine größere Summe für einen neuen Zahnersatz zu bezahlen. Wird noch in 2013 eine Vorauszahlung darauf geleistet, so könnten die Grenzen der Zumutbarkeit überwunden und Steuern gespart werden, wenn in diesem Jahr noch andere außergewöhnliche Belastungen angefallen sind, z. B. der Kauf einer Gleitsichtbrille.

 

Aufwendungen für Kinder absetzen


 Eltern können Aufwendungen für die Betreuung ihrer noch nicht 14 Jahre alten Kinder in Höhe von zwei Dritteln als Werbungskosten vom steuerpflichtigen Einkommen abziehen ? maximal in Höhe von 4000 Euro im Jahr. Und dies auch dann, wenn sie nicht berufstätig sind. Das Finanzamt erkennt ? im Rahmen des Höchstbetrages ? alle in 2013 geleisteten Zahlungen u. a. für den Kinderhort, den Kindergarten, eine Kindertagestätte, aber auch für eine Tagesmutter an.

 

Wechsel der Steuerklasse


 Bei neu eintretender Arbeitslosigkeit lohnt sich möglicherweise ein Wechsel der Steuerklasse zum 1. Januar 2014. Und zwar könnte der betreffende Ehegatte, der sich in der Steuerklasse IV oder V befindet, in die Klasse III wechseln, weil dann das Arbeitslosengeld wesentlich höher ist als in IV oder V. Die für den anderen Partner ungünstigere Steuerklasse wird dann mit der Steuererklärung im folgenden Jahr ausgeglichen.

 

Kosten für den Kfz-Unfall zahlen


 Wer 2013 einen selbst verschuldeten Unfall mit geringem Schaden (bis 500 / 600 Euro) von seiner Kfz-Haftpflichtversicherung hat regulieren lassen, der kann das Geld zurückzahlen. Das rettet unter Umständen den Schadenfreiheitsrabatt. Umgekehrt kann ein der Versicherung nicht gemeldeter Unfall noch bis Ende Dezember 2013 "nachgemeldet" werden.

 

Verjährung für Schulden aus 2010


 Wer noch Schulden aus dem Jahr 2010 zu begleichen hat, der kann darauf hoffen, dass sein Gläubiger die Frist, die am 31. Dezember 2013 abläuft, verstreichen lässt. Andererseits muss sich derjenige, der noch Geld zu bekommen hat, beeilen, will er seinen Anspruch noch durchsetzen. Dafür maßgebend sind allein ein gerichtlicher Mahnbescheid (der noch vor Neujahr 2014 zugestellt werden müsste) oder direkt eine Klage. Mit einem "Titel" kann 30 Jahre lang die Forderung geltend gemacht werden.

 

Anspruch auf Leistungen bei Zahnersatz steigern


 Gesetzlich Krankenversicherte können ihren Grundanspruch auf einen Zuschuss zum Zahnersatz um bis zu 30 Prozent steigern, wenn sie wenigstens einmal pro Jahr "vorsorglich" den Zahnarzt aufsuchen. Der Grundanspruch beträgt 50 Prozent des sogenannten Festbetrages, den Zahnärzte und Krankenkassen für die jeweilige Leistung des Zahnarztes sowie des Dentallabors ausgehandelt haben.


wb


Zur Ausgabe Dezember 2013 der SoVD-Zeitung