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03.11.2009 - Gerd Isemann

Kinderarmut und Grundsicherung

Leserbrief Gerd Isemann

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

auch als Rentner mache ich mir meine Gedanken zu Deutschlands Zukunft. Auch in Ihrer Zeitung liest man über Kinderarmut und Niedrigrenten im Alter, die zur Grundsicherung führen können.

 Kinderarmut ist offensichtlich von den Politikern gewollt, denn Hartz-IV-Empfänger erhalten für ihre Kinder kein Kindergeld, da dieses als Einkommen vom Regelsatz abgezogen wird, genauso wie eventuelle Unterhaltszahlungen. Es wird sich auch durch höheres Kindergeld nichts bessern. Dabei sollten Kinder unsere Zukunft sein.

 Niedrigrenten/Grundsicherung

Was da durch Hartz IV, Niedriglöhne, wo keiner von leben kann, Verhinderung von Mindestlöhnen (klappt in ganz Europa vorzüglich ? siehe WAZ vom 19.11.2007) an Sozialabbau geschaffen wurde, wird auch zukünftig schlimmer werden.

Wer im Alter nur Grundsicherung erwarten kann, der sollte sich überlegen, ob er seinen Riester-Vertrag oder andere Verträge, die im Rentenalter fällig werden können, abschließt. Denn auch dabei werden diese Zusatzrenten von der Grundsicherung abgezogen, da nützt den ALG-II-Empfängern auch kein höheres Schonvermögen etwas.

 

Und da wundern sich die verantwortlichen Politiker aller Parteien über die Probleme, die sie selber geschaffen haben: "Denn sie wissen nicht, was sie tun."

 

Unser Verband sollte agressiver gegen diese Ungerechtigkeit u. a. vorgehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Isemann