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Wettbewerb "20 Jahre Deutsche Einheit" - Grußwort von Wolfgang Tiefensee

In diesem Jahr feiern wir den zwanzigsten Jahrestag der friedlichen Revolution und im kommenden Jahr wird sich die Deutsche Einheit zum zwanzigsten Mal jähren. Diese Jahrestage können wir nutzen, um mit Stolz an den Mut und die Courage der Menschen zu erinnern, die 1989 gegen die SED-Diktatur demonstriert und mit der friedlichen Revolution die Deutsche Einheit ermöglicht haben.

Seit 1990 ist in Ostdeutschland viel erreicht worden, die Perspektiven haben sich verbessert. Das ist vor allem das Verdienst der Menschen in

Ostdeutschland. Sie können stolz sein auf ihre Leistungen.

Allerdings dürfen wir bei den Jubiläumsfeiern die bestehenden Probleme nicht ausblenden. Nach der friedlichen Revolution und der staatlichen Einheit muss jetzt die soziale Einheit unser wichtigstes Ziel sein. Sie ist vollendet, wenn wir die teilungsbedingten Unterschiede überwunden haben. Dazu zählen gleichwertige Lebensverhältnisse, die Angleichung der Wirtschaftskraft und gleiche Löhne und Renten in Ost und West.

Auch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall bestehen noch große Unterschiede zwischen Ost und West. So ist zum Beispiel das Armutsrisiko in Ostdeutschland deutlich höher als in den alten Bundesländern. Ich setze mich deshalb für einheitliche soziale Standards ein. Dazu zählen gleiche Löhne für gleiche Arbeit und ein einheitlicher Mindestlohn von 7,50 Euro in Ost und West. So kann auch das Risiko der Altersarmut vermindert werden.

Lassen Sie uns die beiden Jubiläumsjahre in Ost und West zum Anlass nehmen, um mit Stolz auf die Ereignisse von vor 20 Jahren zurückzuschauen. Mit dieser Zeit verbinden sich für die meisten Menschen sehr persönliche und bewegende Erlebnisse. Ich freue mich deshalb sehr über den Wettbewerb "20 Jahre Deutsche Einheit" des Sozialverband Deutschland und wünsche Ihnen allen viel Spaß beim Mitmachen!

Wolfgang Tiefensee,
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer