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Pressemitteilung vom 15.07.2009

SoVD fordert Verwirklichung eines inklusiven Bildungssystems

Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Behindertenberichtes der Bundesregierung fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer:

 

Der heute im Kabinett verabschiedete behindertenpolitische Bericht zeigt deutlich, wie groß der Handlungsbedarf im Bereich der inklusiven Bildung ist.

 

Der SoVD fordert von der Bundesregierung auch in Zukunft eine differenzierte und regelmäßige Berichterstattung zu behindertenpolitischen Fragen. Der behindertenpolitische Bericht muss auf gesetzlicher Grundlage verstetigt und fortgeführt werden.

 

Der gemeinsame Schulbesuch behinderter und nicht behinderter Kinder muss von der Ausnahme zur Regel werden. Die Bundesregierung hat sich mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu verwirklichen.

 

Nur 15,7 Prozent der Kinder mit Behinderungen besuchen hierzulande eine Regelschule. Die Schulstrukturen müssen so verändert werden, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf nicht ausgegrenzt werden. Der verbindliche Rechtsanspruch von Eltern behinderter Kinder auf die Aufnahme ihres Kindes an einer allgemeinen Schule muss gesetzlich verankert werden.

 

Entscheidende Voraussetzung für das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder ist die Barrierefreiheit an Schulen.

 

V.i.S.d.P.: Veronica Sina