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12.01.2007 - Hans-Joachim Fedor

"Hartz IV" oder "Tiefensee I"? Eine Imagefrage

Leserbrief Hans-Joachim Fedor

Mit dem Verfasser dieses Artikels bin ich völlig einer Meinung. Es kommt nicht darauf an, wie man dieses Machwerk nennt. Allerdings findet in diesem Artikel der Verursacher dieses Machwerkes, nämlich unser Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, zu wenig Aufmerksamkeit. Dass Schröder einen Mann wie Hartz mit einem derartigen "Reformprojekt" beauftragt hat, zeigt eigentlich auch den Charakter Schröders auf. Schließlich hat er mit seiner Basta-Politik und der Einstellung zu den "Abweichlern" gezeigt, dass Demokratie und soziale Gerechtigkeit Fremdworte für ihn waren und sind. Außerdem sollte auch nicht vergessen werden, dass die SPD nur deshalb noch mit regiert, weil es Schröder in seinen Wahlkampfreden gelungen ist, die Bürgerinnen und Bürger nach Strich und Faden zu belügen und zu betrügen (z. B. Mehrwertsteuer). Wenn der jetzige Vize-Kanzler Müntefering dann auch noch fordert, man solle doch bitteschön Wahlkampfreden nicht so wörtlich nehmen, heißt das für mich, dass Schröders kriminelle Art in der SPD auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Denn das, was Müntefering, Steinbrück und Schmidt den sozial Schwachen zumuten, ist in meinen Augen kriminell. Somit passt ein Herr Hartz prima in das Gesamtbild der heutigen SPD. Wenn der SPD-Vorsitzende Beck jetzt die Meinung äußert, wieder mehr für die soziale Gerechtigkeit tun zu müssen, ist das der Anfang eines neuen Betrugsversuches. Hierbei handelt es sich doch ganz offensichtlich um reine Bauernfängerei. Auf Philipp Mißfelder will ich nicht weiter eingehen, der hat vor einiger Zeit ja schon mit Äußerungen bewiesen, wessen Geistes Kind er ist. Aber auch hier finden sich immer wieder Leute, die jeden geistigen Müll sofort unterstützen.

 

Was hat diese bzw. die vorige Regierung eigentlich für die Rentner und die sozial Schwachen getan? Außer dem Versuch der Kriminalisierung, weiterer Nullrunden und der brutalen Abzockerei nichts. Mich wundert nur, dass sich die Rentner, Arbeitslosen und Kranken diese Art der Behandlung gefallen lassen, denn die Zahl derer, die an der Armutsschwelle leben, wird sich nach weiteren "Reformen" noch erhöhen. Aber unsere "Regierung" weiß genau, dass es sich bei diesen Gruppen um eine, im wahrsten Sinn des Wortes, "schweigende" Minderheit handelt.

 

Die Sozialverbände sollten in Zukunft noch viel kritischer mit der SPD umgehen, denn das "S" im Parteilogo der SPD steht schon lange nicht mehr für "Sozial".

 

Hans-Joachim Fedor