Direkt zu den Inhalten springen

Gemeinsam durch die Krise Teil 3

In der Coronakrise müssen viele SoVD-Gliederungen ihre Pläne ändern. Dazu gehört auch der Ortsverband Westhagen in Niedersachsen. Durch Anrufe, gegenseitiger Unterstützung und der Verteilung bleiben die Mitglieder aber in Kontakt und leben die SoVD-Gemeinschaft. 

Die Corona-Krise bedeutet auch im ehrenamtlichen Bereich eine große Umstellung: der SoVD Westhagen musste seine traditionellen Stammtische und Frühstücke absagen, Veranstaltungen und Fahrten verschieben. „Trotzdem möchten wir natürlich mit unseren Mitgliedern in Kontakt bleiben“, sagt die erste Vorsitzende des SoVD Westhagen Ivana Moreschi und ergänzt „zwar mit Distanz, aber umso herzlicher. Denn dafür steht der SoVD auch in schwierigen Zeiten: für Solidarität und Gemeinschaft“.

Geburtstagsgrüße für alle

Diese Einschränkungen treffen alleinlebende Senioren hart. Die Menschen vereinsamen. Deshalb hat der SoVD seine Arbeit umgestellt. Das einfachste Mittel, um soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, sind Telefonate. Und so führen täglich Ivana Moreschi, Jürgen Fechner, Marianne Spannuth und Ute Wende mit den Vereinsmitgliedern die sogenannte „Wohlfühlanrufe“. Dadurch wird der Kontakt auch in diesen unruhigen Tagen aufrechterhalten.

Es wird nachgefragt, ob jemand Unterstützung bei den Einkäufen oder Bodengängen benötigt, Kontakt zu den Helfern hergestellt und ein wenig erzählt. „Wir erleben jeden Tag, wie Anrufenden durch das Gespräch und Vermitteln von Helfern ihre Sorge und Ängste genommen werden“, erzählt Moreschi.

Masken für die Mitglieder

Es ist auch eine Tradition im SoVD, dass jedes Mitglied ab 70 Jahre ein Geburtstagsschreiben bekommt. Dieses wurde auch umgestellt und jetzt bekommt jedes Mitglied einen Geburtstagsgruß, das signalisiert, dass der SoVD Westhagen an das Geburtstagskind denkt. Diese Geburtstagsgrüße werden von Ingrid Biermann per Post oder auch telefonische überreicht.

Die Empfehlung die Stadt Wolfsburg zum Tragen von selbst hergestelltem Mundschutz beim Einkaufen oder bei einer Fahrt im Bus, hat der Verein auch wahrgenommen. Seit dem 20. April gilt wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht in Wolfsburg. In Fleißarbeit haben die zweite Vorsitzende Ludmilla Neuwirth und Angela Pohl knapp 150 Behelfsmundschutzmasken für Vereinsmitglieder genäht. Die Vorstandsmitglieder haben dann die Behelfsmasken in die Briefkästen der Vereinsmitglieder verteilt.

Dank für die Aktivitäten

„Mit diesen Aktionen wollen wir besonders den alleinlebenden Vereinsmitgliedern signalisieren: sie sind nicht allein! Gegenseitige Unterstützung und füreinander da sein – das zeichnet unser SoVD Westhagen aus“, so Ivana Moreschi.

Die Aktivitäten des SoVD-Westhagen in dieser angespannten und ungewollten Situation werden positiv von den SoVD-Mitgliedern wahrgenommen und sind auf eine breite Resonanz gestoßen. Diese Rückmeldungen bekommt der Vorstand in den „Wohlfühlanrufen“ und Telefonaten, in den besondere Anerkennung und Dank dem Vorstand ausgesprochen wird.