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Krisenbewältigung geht nur europäisch

Die Coronapandemie stellt die europäische Zusammenarbeit vor große Herausforderungen. Der SoVD hat sich einem Bündnis der Europäischen Bewegung Deutschland angeschlossen, das für europäische Solidarität und gemeinsame Lösungen eintritt.

In der Coronakrise versuchen viele europäische Staaten, mit nationalen Maßnahmen die Pandemie zu bekämpfen. Die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) fordert dagegen europäische Reflexe statt nationaler Egoismen. Hinter diesem Ziel vereinen sich mehr als 25 repräsentative Verbände aus allen Teilen der Gesellschaft, darunter auch der SoVD.

Gemeinsam ist den Beiträgen: Nationale Grenzschließungen sind eher Problem als Lösung, Maßnahmen der Krisenbewältigung dürfen nicht, wie aktuell in Ungarn, zu einer Aushebelung der Demokratie führen, und es braucht rasche europäische Lösungen, um über die Pandemie hinaus Vertrauen in die Handlungsfähigkeit Europas herzustellen.

SoVD für europäisches Modell

Aus Sicht des SoVD darf es nicht nur um die Folgen für den Binnenmarkt gehen. Seit der Gründung der Union ist die soziale und politische Integration stets hinter der wirtschaftlichen zurückgeblieben. „Der SoVD setzt sich für ein Europa der sozialen Sicherheit ein, in dem Sozial- und Wirtschaftspolitik gleichgewichtig sind. Denn mehr europäische Solidarität muss insbesondere im Falle einer Krise eben auch gemeinsames Handeln im humanitären Bereich bedeuten“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. 

Der SoVD begrüßt daher die Initiative der EU, dringend benötigte Schutzausrüstung, Arzneimittel oder Medizingeräte gemeinsam zu erwerben und auf die EU-Mitgliedstaaten umzuverteilen. Ein europäisches Modell, nach dem Corona-Patienten auf Grundlage eines gemeinsamen Kontingents an Intensivbetten auch in Nachbarländern behandelt werden können, ist eine solidarische Lösung, um die Pandemie gemeinsam zu bewältigen.


Das gesamte Statement des SoVD im Aufruf der EBD gibt es hier, den kompletten Aufruf aller beteiligten Organisationen hier.