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SoVD-Präsident Adolf Bauer äußert sich zur Corona-Lage

Aktuelles Gesundheit

Der Verband hält auch in dieser schweren Zeit zusammen. Adolf Bauer benennt, worauf es dem SoVD für seine Mitglieder ankommt und wie der Verband in der Pandemie arbeitet.

SoVD-Präsident Adolf Bauer

Berlin, März 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, liebe haupt- und ehrenamtlich Aktive,

die Dynamik, mit der uns das Coronavirus zu Verhaltensänderungen zwingt, haben wir noch zu Beginn des Monats nicht für möglich gehalten. Jetzt ging es in den letzten Tagen auch im Verband darum, entschlossen zu handeln, behördliche Vorgaben konsequent umzusetzen, aber auch eigeninitiativ Maßnahmen vorzunehmen, die dem Schutz unserer Mitglieder, den haupt- und ehrenamtlich Aktiven sowie unseren gesellschaftlichen wie politischen Partner*innen dienen. Dabei ist Ihr Wohlergehen unser oberstes Gebot. Gleichzeitig betrachten wir es im gesamten Verband als unsere Pflicht, in diesen von Unsicherheiten geprägten Zeiten solange es möglich ist, ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein.

Daher werden wir bundesweit – soweit es die örtlichen, finanziellen und personellen Ressourcen zulassen – versuchen, weiterhin für unsere Mitglieder da zu sein. In Zeiten wie diesen ist natürlich Kreativität gefragt und so werden vielerorts Anliegen in der Rechtsberatung nicht mehr im Rahmen einer physischen Zusammenkunft, sondern durch telefonische Sprechstunden oder Email-Kommunikation gelöst. Laufende Verfahren werden selbstverständlich frist- und ordnungsgemäß bearbeitet. Bitte beachten Sie zu Terminen für vorübergehende Geschäftsstellenschließungen oder sonstige organisatorische Informationen auch die Mitteilungen der Landesverbände.

Präsenzveranstaltungen, Mitgliederversammlungen oder andere Termine werden (im Bundesverband zunächst bis zum 30. April) verschoben, politische Interessenvertretung findet, wie z. B. beim Einsatz für die Unterstützung der Berufsbildungswerke, nun auch im Rahmen von Telefonkonferenzen oder durch digitale Kommunikation statt.

"Krankenbesuche" per Telefon

Die zentralen Leistungen des Bundesverbandes an seine Gliederungen, wie z. B. Beitragsmitteleinzug und -verteilung, aber auch die allgemeine Mitgliederverwaltung werden selbstverständlich aufrechterhalten. Bei der Erstellung der Zeitung war es oberste Priorität, die Landesbeilagen zu erstellen und produzieren. Aufgrund starker Einschränkungen, u.a. im Druckhaus, wird der Mantel nun in einem geringfügig reduzierten Umfang erstellt, kann aber dennoch wie geplant angedruckt und rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden.

Durch den Ausbau der digitalen Strukturen im Verband ist es glücklicherweise möglich, viele Aufgaben auch bei einer Ausgangssperre oder anderen Maßnahmen uneingeschränkt zu erledigen. Der persönliche Kontakt, der gerade für das Gemeinschaftsleben so wichtig ist, muss und ist selbstverständlich stark einzuschränken. Aber auch hier zeichnet sich unser Verband wieder einmal durch besonderen Einfallsreichtum aus: So sind wir beispielsweise darüber informiert worden, dass Ortsverbände „Krankenbesuche“ nun telefonisch durchführen und so den besonders schutzbedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft zumindest ein wenig Halt geben.

Auswirkungen auf Beteiligungen und Gesellschaften

Leider sind auch unsere Beteiligungen und Gesellschaften, wie z.B. die Berufsbildungswerke von der Krise betroffen und waren zum Schutz der Auszubildenden und Lehrkräfte gezwungen, die Betriebe vorerst analog zu den Vorgaben für allgemeinbildende Schulen zu schließen. Hier sind wir bei der Unterstützung von Entscheidungen der Geschäftsführungen und Aufsichtsgremien im Moment in besonderer Weise gefragt und kommen dieser Verpflichtung auch nach.

Viele Maßnahmen, ob behördlich angeordnet oder im Rahmen der Selbstverpflichtung auferlegt, bringen organisatorische und zumindest mittelfristig auch finanzielle Herausforderungen für den Verband mit sich. Gemeinsam sollten wir die nächsten Tage nutzen, um uns auf die neue Situation einzustellen und zu organisieren. Das Virus ist auch für unseren Verband eine Belastungsprobe.

SoVD-Geschäftsführung informiert

Bei Fragen zur Organisation der Verbandsarbeit oder auch zur Information über „gute Beispiele“ steht Ihnen die Geschäftsführung des Bundesverbandes selbstverständlich gern zur Verfügung. Allgemeine Informationen und Links finden Sie auch auf den Internetseiten des Verbandes.

Wir verzichten hier ausdrücklich auf direkte Information zu virologischen oder behördlichen Einschätzungen und verweisen auf die Seiten der Bundesregierung, der Ministerien und der jeweiligen Landesregierungen.

Danke an Beschäftigte und ehrenamtlich Aktive

Abschließend möchte ich allen Mitarbeiter*innen in der Bundesgeschäftsstelle, in den Landesgeschäftsstellen, in den Kreisgeschäftsstellen sowie allen ehrenamtlich Tätigen in den Vorständen aller Ebenen für den bisher geleisteten Einsatz unter ungewöhnlichen Stressbedingungen danken. Helfen Sie bitte weiterhin mit, vorhandene oder entstehende Ängste bei unseren Mitgliedern und in der Bevölkerung abzubauen und Ruhe zu bewahren. Die Gesellschaft, die staatlichen Organisationen und die Regierungsebenen brauchen unsere Unterstützung.

Lassen Sie uns weiterhin alle gemeinsam daran arbeiten, möglichst unbeschadet und vielleicht sogar gestärkt aus diesen schwierigen und belastenden Zeiten herauszukommen. 

Handeln Sie besonnen und bleiben Sie gesund!

Ihr Adolf Bauer,
SoVD-Präsident