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"Unser Land braucht den SoVD!"

Hier die Beschreibung des Bildes

Rund 2000 Besucherinnen und Besucher kamen zum inklusiven SoVD-Bürgerfest rund um die Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Foto: Wolfgang Borrs

Ein Fest von allen für alle! So war es angekündigt - und das wurde es auch! Bei strahlendem Sonnenschein startete das große, inklusive SoVD-Bürgerfest rund um die Berliner Bundesgeschäftsstelle. Über 2000 Besucherinnen und Besucher nutzten zwei Tage lang die Möglichkeit, den Sozialverband kennenzulernen, der sich unter Einbezug aller Landesverbände, der Beteiligungsgesellschaften und zahlreicher Kooperationspartner einem breiten Publikum vorstellte.

Hunderte SoVD-Mitglieder aus den Orts-, Kreis- und Landesverbänden im ganzen Bundesgebiet ließen es sich nicht nehmen, nach Berlin zu reisen und das Fest mitzuerleben.

Jubiläumsveranstaltung mit Volksfestcharakter

Die große Gästeschar, vielfältige Aktionen, Musik, Tanz, Filmvorstellungen sowie inklusive Informations- und Sportangebote ließen die zweitägige Veranstaltung zu einem bunten Volksfest werden.

Bei seiner Eröffnungsrede im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt hob SoVD-Präsident Adolf Bauer am Samstagmorgen die Verdienste des Verbandes hervor: "Wir sind stolz auf unsere Geschichte, auf unseren Kampf für Frieden und Demokratie, auf unseren Widerstand gegen Diktatur und Unterdrückung, auf 100 Jahre Einsatz für Solidarität, Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit."

Umbrüche, Auflösung und Wiederaufbau hätten den Verband unmittelbar geprägt. Die historischen Erfahrungen seit 1917 - zwei Weltkriege, Unterdrückung und die NS-Diktatur - zeigten, dass soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden einander bedingten, führte Bauer weiter aus.

Seit 100 Jahren im Einsatz für sozial Benachteiligte

Der SoVD setze sich daher genau für diese Werte und mit Erfolg zugunsten sozial Benachteiligter ein: "Zahlreiche Reformvorschläge zu den Themen Sozialhilfe, zur gesetzlichen Kranken-, Renten-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung prägen unsere Arbeit von damals bis in die heutige Zeit."

Der SoVD-Präsident sprach auch die zurückliegende Bundestagswahl an: "Die Bundestagswahl wird sicher einige Umwälzungen geben. Ein Weiter-so-wie-bisher kann es nicht mehr geben! Das mahnt der SoVD allerdings schon seit Längerem an und verweist immer wieder auf notwendige Verbesserungen."

"Wir sind soziales Korrektiv, ein konstruktiver Mahner"

Dabei hob Adolf Bauer hervor, dass der Sozialverband Deutschland parteipolitisch unabhängig sei, und betonte gleichzeitig: "Deshalb sind wir allerdings nicht ohne Stimme. Wir begreifen uns als soziales Korrektiv, als kritischen, aber immer konstruktiven Mahner."

Laute Töne, einfach nur dagegen sein - das könne jeder. Hingegen: "Fachliche Genauigkeit, zukunftsweisende Konzepte, das ist es, was unser Land jetzt braucht", sagte Bauer. Denn: "Die Sozialgesetzgebung ist so sehr im Wandel wie nie zuvor. Inklusion, Rente, Pflege oder soziale Sicherung - so viele Themen machen deutlich: Wir werden, ja wir dürfen nicht nachlassen!"

Senatorin Breitenbach: "Unser Land braucht Sie!"

Zum Auftakt des Bürgerfestes hielt auch Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, ein engagiertes Grußwort. Breitenbach sprach in Vertretung des Schirmherrn der Veranstaltung, des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD). Die Senatorin würdigte die Arbeit des Verbandes unter anderem mit den Worten: "Unser Land braucht Sie!"

Elke Breitenbach zeigte großen Respekt für die Arbeit des Verbandes. Sie stellte fest: "Für die Unterstützung von Menschen in Not steht der SoVD in einer erfreulich langen Tradition. Sie unterstützen Menschen, die keine Lobby haben. Sie legen umsetzbare Konzepte vor, die die soziale Gerechtigkeit stärken."

Einsatz für eine wachsende inklusive Gesellschaft

Auch im Jubiläumsjahr führe der Verband sein Engagement für mehr soziale Sicherheit und Gerechtigkeit fort, so die Senatorin. Als Beispiele nannte die Politikerin unter anderem die SoVD-Kampagne gegen Altersarmut und den Einsatz des Verbandes für eine wachsende inklusive Gesellschaft."

Breitenbach nahm auch Bezug auf die Stadt Berlin: "Berlin ist die Stadt der prekären Beschäftigung. Prekäre Arbeit führt dazu, dass Menschen nicht von ihrer Arbeit leben können, auch dann nicht, wenn sie Vollzeit arbeiten. Und sie führt zu Armut im Alter. Davon sind vor allem Frauen betroffen." Breitenbach schloss ihre Rede mit den Worten: "Ich wünsche dem Sozialverband Deutschland auch in Zukunft eine erfolgreiche Arbeit im Interesse hilfebedürftiger Menschen und darüber hinaus viele Unterstützerinnen und Unterstützer jeden Alters!"  

Zur Ausgabe November 2017 der SoVD-Zeitung




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