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Pressemitteilung 06.07.2017

Berlin

Bundestagswahl 2017

Sozialverband SoVD informiert und hilft beim Kandidaten-Test

„Wir fordern die politischen Parteien auf, Farbe zu unseren Positionen zu bekennen. Ob in Veranstaltungen, im persönlichen Gespräch oder im schriftlichen Dialog, wir erwarten von den Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl konkrete Antworten auf unsere Fragen“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich des Auftakts der SoVD-Aktionen zur Bundestagswahl. „Wir wollen fundierte Argumente und einen sachlichen Diskurs anstatt populistischer Sprüche. Zudem erteilen wir einem ,Weiter so!‘ eine klare Absage. Denn der sozialpolitische Handlungsbedarf ist enorm. Die Bekämpfung von Armutsrisiken, insbesondere der Altersarmut, muss im Wahlkampf in den Vordergrund rücken“, betont Adolf Bauer.

Werkzeugkasten zur Bundestagswahl

Ein SoVD-Heft zur Bundestagswahl macht Wählerinnen und Wählern den sozialpolitischen Test der Kandidatinnen und Kandidaten einfach. Die Publikation kann online auf sovd.de/bundestagswahl aufgerufen werden.

Kernforderungen zur Bundestagswahl

Im Zentrum der inhaltlichen Wahlforderungen des Sozialverbandes stehen acht Punkte:

  1. Sozialstaat stärken: Der SoVD fordert, Verteilungsgerechtigkeit herzustellen, soziale Sicherheit zu stärken und bezahlbares Wohnen zu ermöglichen.
  2. Engagiert für und mit Menschen mit Behinderungen: Um das zu erreichen, fordert der SoVD mehr Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen und inklusive Bildung in den Schulen.
  3. Mehr soziale Sicherheit im Alter und bei Erwerbsminderung: Das Ziel des SoVD ist es, das Rentenniveau zu stabilisieren und anzuheben und die Altersarmut wirksam zu bekämpfen.
  4. Solidarische Krankenversicherung bedarfsgerecht ausbauen: Der SoVD fordert eine bedarfsgerechte und wohnortnahe Gesundheitsversorgung und die Abschaffung der einseitigen Belastungen für die Versicherten. Nötig ist die Einführung einer Bürgerversicherung auf der Grundlage der gesetzlichen Krankenversicherung.
  5. Pflegerisiko solidarisch absichern: Der SoVD setzt sich für eine Pflege-Bürgerversicherung ein. Zudem müssen die Leistungen in der Pflege weiterentwickelt werden.
  6. Sozialen Schutz bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sichern: Die Fehlentwicklungen am Arbeitsmarkt müssen beseitigt werden. Zudem ist eine Erhöhung des Mindestlohnes ebenso erforderlich wie mehr soziale Sicherheit bei Arbeitslosigkeit.
  7. Frauen und Männer konsequent gleichstellen: Hierfür müssen die eigenständige Existenzsicherung von Frauen gestärkt und Alleinerziehende besser unterstützt werden.
  8. Soziale Rechte in Europa stärken: Nötig ist eine Abkehr von der rigiden Sparpolitik zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Eine Verschlechterung sozialer Standards darf es nicht geben.

Die ausführlichen Wahlforderungen sind online unter sovd.de/bundestagswahl abrufbar.

Der Sozialverband Deutschland e. V. (SoVD) vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten, der pflegebedürftigen und behinderten Menschen. Über 560.000 Mitglieder sind bundesweit organisiert. Der Verband wurde 1917 als Reichsbund der Kriegsopfer gegründet.

V. i. S. d. P.: Benedikt Dederichs




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